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NWZonline.de Region Friesland Politik

Abschied mit Liebeserklärung

28.10.2019

Steinhausen Schließlich wurde seine Stimme dann doch etwas brüchig. Am Ende seiner letzten Rede als Bürgermeister der Gemeinde Bockhorn machte Andreas Meinen seiner Ehefrau Silke eine ganz besondere Liebeserklärung: „Ohne Dich hätte ich mir die Bürgermeisterei nicht vorstellen können“, sagte der 59-Jährige und rührte damit auch die weit über 150 geladenen Gäste bei seiner Verabschiedung in der Altdeutschen Diele in Steinhausen. Minutenlang applaudierte das Publikum, während der Neu-Ruheständler seiner Frau einen Rosenstrauß überreichte und sie fest in den Arm nahm.

Acht Jahre stand Andreas Meinen der Kommune als Hauptverwaltungsbeamter vor, wie es im Behördendeutsch offiziell heißt. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht“, sagte er und hob dabei vor allem die Arbeit mit den Ehrenamtlichen der Gemeinde hervor: Feuerwehr, Vereine und Dorfgemeinschaften.

Mit Lob über sein Wirken als Bürgermeister sparten auch die Festredner während der Verabschiedung nicht. „Merkwürdigerweise würdigen wir Verdienste am intensivsten bei Verabschiedungen“, stellte Björn Mühlena fest. Der Bürgermeister der Gemeinde Wangerland sprach als Vorsitzender des Kreisverbandes Friesland im Deutsche Städte- und Gemeindebund stellvertretend für seine Kollegen: „Das hätte man eigentlich schon viel früher machen müssen.“ Dem schloss sich Landrat Sven Ambrosy an.

Künftig Projektmanager

Auch ehemalige Weggefährten, Kollegen und Vorgesetzte waren zur Verabschiedung erschienen. Andreas Meinen hört am 31. Oktober nicht nur als Bockhorner Bürgermeister auf. Nach über 40 Jahren im öffentlichen Dienst wechselt Andreas Meinen in den (Un-) Ruhestand. Denn er wird als Projektmanager und Unternehmensberater für eine Klinikgesellschaft mit Sitz in Köln arbeiten. Seinem Wohnort Grabstede bleibt er aber treu.

Auf seine Karriere blickte Meinen in einer humorvollen Rede zurück. Begonnen hatte alles nach dem Abitur im Juni 1979. „Zum 1. Juli kam ich damals zur Bundeswehr“, sagte Meinen: „Da musste ich mich erst einmal sechs Wochen orientieren, bis alles rund lief.“ Das wurde dann auch sein Credo auf allen weiteren Stationen. Nach der Zeit als Soldat begann er am 1. August 1981 mit der Ausbildung beim Landkreis Friesland. In der Verwaltung bekleidete er fortan weitere Posten. Am 1. Februar 1997 wechselte er in die Gemeindeverwaltung nach Bockhorn, wo er 2011 zum Bürgermeister gewählt wurde. In diesem Jahr trat er zur Wahl nicht mehr an. „Das hat mich verblüfft“, sagte Ambrosy.

Nachfolger wird Thorsten Krettek (CDU). „Wir haben in der vergangenen Woche eine reibungslose Übergabe hinbekommen“, bedankte er sich bei Meinen. Neben Ambrosy freut sich auch Bockhorns Ratsvorsitzender Olaf Nack (UWG) auf die Zusammenarbeit mit Krettek. „Sie müssen sich das Bürgermeisteramt erst ein bisschen erarbeiten und Vertrauen aufbauen. Dafür wünsche ich Ihnen viel Kraft und Gottes Segen.“

Mehr Zeit für Familie

Der neuen Aufgabe ist sich Thorsten Krettek durchaus bewusst: „So ein Amt kostet sehr viel Kraft und Zeit.“ Wer wüsste das nicht besser als Andreas Meinen. All das sei nur möglich gewesen, weil seine Familie ihn stets vollends zur Seite gestanden habe. Vor allen seine Ehefrau. „Du hast mich immer unterstützt, warst alles für mich - von der Telefonistin bis zur First Lady“. Silke Meinen sowie die beiden Söhne freuen sich nun, dass ihr Mann und Vater nun viel mehr Zeit für die Familie hat. Und für Hobbys, wie Fußball – Meinen ist großer Fan von Werder Bremen –, Motorradfahren oder Boßeln.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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