• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Taxifahrer sammelt erneut Geld für guten Zweck

31.12.2015

Wilhelmshaven /Sande Taxifahrer Werner Hinrichs hat es wieder getan: Er hat erneut im Fußraum seines Taxis bei seinen Fahrten in Wilhelmshaven und Sande Geld für einen guten Zweck gesammelt. Diesmal für den zweijährigen Bennett, seinen großen Bruder Till und dessen Mutter Yvonne Schröder. Bennett leidet am Dravet-Syndrom, das im März 2014 erste Symptome zeigte. Seitdem ist sein Leben begleitet von schweren epileptischen Anfällen. „Es gibt Phasen, da hat er sehr viele Anfälle, und dann gibt es ruhige Tage ohne Anfälle“, sagt Yvonne Schröder.

Mit der Krankheit ihres Sohnes hat sich auch das Leben der alleinerziehenden Mutter grundlegend verändert. An Ruhe ist nicht mehr zu denken, ständig sei sie in Alarmbereitschaft: „Die Tür zu seinem Zimmer muss immer offen stehen, ständig sehe ich nach ihm – auch nachts“, sagt sie. In manchen Nächten steht sie alle 20 Minuten an seinem Bett.

Nun sorgt Werner Hinrichs mit seinem Taxi und mehr als 2000 Euro Spende für mehr Ruhe im Leben der kleinen Familie. Am Mittwoch, Yvonne Schröders Geburtstag, fuhr er sein Taxi in das Restaurant Fellini in Wilhelmshaven und überreichte das Geld an Yvonne Schröder. „Ich war ganz gerührt und habe überhaupt nicht damit gerechnet“, sagt sie. Mit dem Geld soll ein Video-Überwachungssystem für Bennett angeschafft werden. Damit kann Yvonne Schröder ihren Sohn beobachten und muss nicht mehr alle paar Minuten nach ihm sehen. „Das wird uns allen mehr Ruhe bringen“, sagt sie.

Auch für ihren Sohn Till bleibt dann wieder mehr Zeit. „Er muss viel zurückstecken“, sagt Yvonne Schröder. Bennett wurde mit einem Klumpfuß geboren, seine Mutter war schon deswegen oft mit ihm im Krankenhaus. Mit dem Dravet-Syndrom sind etliche Aufenthalte und Therapien hinzugekommen. Unterstützung erhält sie von einem Pflegedienst und ihrer Schwägerin Kerstin Schröder. Sie war es auch, die Taxifahrer Hinrichs von der Lebensgeschichte des kleinen Bennett erzählt hat. Da hatte Hinrichs gerade mit Start der Vorweihnachtszeit begonnen, erneut Geld zu sammeln. Erneut hatte ihn ein Fahrgast animiert.

Wie berichtet, ging Hinrichs erste Sammelaktion auf einen Fahrgast zurück, der ihm mit einer verächtlichen Geste das Trinkgeld in den Fußraum des Taxis geworfen hatte. „Aus dieser Negativerfahrung wollte ich etwas Positives machen, habe die 2,10 Euro liegenlassen und die Spendenaktion gestartet“, erinnert er sich. Die Fahrgäste sprachen ihn auf das Geld im Fußraum an, Hinrichs berichtete von seiner Aktion – und viele spendeten. 2015 Euro kamen zusammen, das Geld spendete er für das Gewaltpräventionsprojekt von Christoph Rickels. „Ich möchte mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Werner Hinrichs.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.