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NWZonline.de Region Friesland Politik

Objektschützer: „Traumatisiertes Volk braucht weiter Unterstützung“

05.05.2012

UPJEVER Öffentliche Einsatznachbereitung einmal anders: Auf Einladung der SPD diskutierten am Donnerstagabend Vertreter des in Upjever stationierten Objektschutz-Regiments „Friesland“ mit Politikern über den Afghanistan-Einsatz. Neben dem Regimentskommandeur Oberst Harald Schulz und Oberstleutnant Helge Gerken, Kommandeur des jüngsten Objektschutz-Kontingents in Afghanistan, standen die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer und Staatssekretär a. D. Walter Kolbow dem Publikum Rede und Antwort.

Kurz stellte Gerken die Aufgaben der Objektschützer in Afghanistan vor. Sie sichern das internationale Feldlager und den Flugplatz von Mazar-E-Sharif in einem Umkreis von etwa 25 Kilometern.

Besonders wichtig sei dabei ein guter Kontakt zu den Bewohnern der umliegenden Dörfer, den die Objektschützer von Anfang an intensiv gepflegt hätten. Auch diesem guten Kontakt sei es zu verdanken, dass die Objektschützer bislang keine Opfer zu beklagen hätten.

Gerken dankte aber auch der Bevölkerung in Friesland für die regelmäßigen Grüße und Geschenke zur Weihnachtszeit. Er habe an Weihnachten 2011 in Mazar-E Sharif gespürt, wie gut es den Soldaten getan habe, dass in Friesland an sie gedacht worden sei.

Wie geht es in Afghanistan weiter, wenn 2014 die ISAF-Mission endet und die Sicherheitsverantwortung an die Afghanen übergeben wird? Das war die Frage, die überwiegend die Diskussion bestimmte. „Wir werden keine Chance auf eine Demokratie nach westlichen Vorstellungen haben. Wenn es uns allerdings nicht gelingt, Armee und Polizei so zu alimentieren, dass sie ihren Dienst stabil erfüllen können, wird dieses Land nach dem Abzug zerbrechen“, sagte Walter Kolbow.

Mit der Abgabe der Verantwortung werde das Engagement des Westens aber noch lange nicht enden. Etwa 20 000 Soldaten werden in Afghanistan bleiben. Das „traumatisierte Volk“ der Afghanen brauche noch mindestens zehn Jahre Unterstützung. Über diese Nach-ISAF-Mission sei noch nicht endgültig entschieden worden und sie sei auch noch viel zu wenig in den Köpfen der Menschen in Deutschland angekommen. Deshalb müsse sie intensiv kommuniziert werden, so Kolbow.

Dem schloss sich auch Oberst Harald Schulz an mit der Bitte an die Politik, diesen Nachfolgeeinsatz rechtzeitig vor Beginn intensiv zu diskutieren und zu planen.

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