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NWZonline.de Region Friesland Politik

Raketenangriff auf Flugplatz: Übung mit 600 Soldaten

30.10.2019

Upjever Infanteristen, Pioniere, Kampfmittelabwehrkräfte, Brandschützer, Logistiker, Sanitäter plus die Feldnachrichtenkräfte aus Kerpen und eine schottische Einheit der Royal Air Force: Rund 600 Objektschützer, inklusive fliegende Verbände, haben in den vergangenen Tagen auf dem Fliegerhorst Upjever in einer gemeinsamen Großübung und anhand realis­tischer Einsatzszenarien ihre Fähigkeiten im Verbund trainiert. Nach fast fünf Jahren ist dazu erstmals wieder ein Flugzeug auf dem Fliegerhorst gelandet: Eine Transportmaschine vom Typ C-160 „Transall“ legte auf dem seit einigen Jahren bereits entwidmeten Fliegerhorst einen Stopp ein. Kräfte aus Wittmund hatten dazu den Tower besetzt.

Die Übung, die auch über das Wochenende stattfand, hatte sogar einige Anwohner in Schortens und Jever irritiert, die aus der Ferne Kampfgeräusche wahrnahmen. Vermutlich war es der „Raketenangriff“ auf den Flugplatz.

Die Übung „FAVE 2019“ ist eine interne Übung des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“, FAVE steht dabei für „Fähigkeiten im Verbund“. Schauplätze waren allerdings nicht nur der Flugplatz in Upjever, sondern auch der Truppenübungsplatz Brockzetel im Kreis Aurich. Dort war ein Kampfhubschrauber vom Typ Tiger nach einem Beschuss abgestürzt. Dabei ging es um den Schutz und das Bergen von Verletzten und das Sichern mit Infanteriekräften. Eine Lage, die buchstäblich nicht aus der Luft gegriffen ist: Im Sommer 2017 waren bei einem Absturz dieses Kampfhubschrauber-Typs im Norden Malis zwei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. Im Übungsszenario wurden die Soldaten mitten in der Nacht alarmiert.

Auch die weiteren Übungsszenarien, in denen alle Einheiten der Objektschützer zusammenwirken, hat es so oder ähnlich in den internationalen Einsätzen – etwa in Afghanistan – schon gegeben.  Etwa das Ausrücken im Konvoi zur Bergung einer abgestürzten Maschine und das Verhalten im Hinterhalt, wenn der Verband angegriffen wird, erläutert der Kommandeur des Objektschutzregiments, Oberst Marc Vogt.

Weitere Großlagen, in denen die Objektschützer wichtige Abläufe wie das Abwehren von Attacken und Eindringen auf den Flugplatz, die Rettung und Bergung von Mensch und Material und die Sicherung ihrer Kameraden trainierten, waren ein komplexer Angriff auf einen Einsatzflugplatz mit Mörsern und ein Raketenangriff auf den Flugplatz. So etwas hatte es in Mali Anfang 2019 gegeben, als mutmaßliche Islamisten mit Raketen und Autos voller Sprengstoff ein EU-Militärlager im Süden des Landes attackierten. Auch dort gab es Tote und Verletzte.

Für die mehrtägige Übung hatten die Objektschützer in Upjever ein mobiles Camp für 300 Soldaten aufgebaut – inklusive Wasseraufbereitungsanlage und Energieversorgung. „Mit der Übung werden alle Fähigkeiten, die wir für unseren Auftrag benötigen, zusammengefasst“, erläuterte Vogt. Ziel ist, die Schnittstellen, an denen sich die verwobenen Einheiten berühren, zu verfestigen, damit daraus im Ernstfall keine Sollbruchstellen werden.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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