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NWZonline.de Region Friesland Politik

Ausbildung statt Auslandseinsatz

05.04.2018

Upjever Der große öffentliche Abschiedsappell auf dem Schortenser Bürgerhausplatz im Januar wird der vorerst letzte bleiben: Das in Upjever beheimatete Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“ wird in den nächsten zwölf Monaten voraussichtlich keine größeren Einsatzverbände ins Ausland entsenden. Stattdessen werden sich die Objektschützer in der Führungskräfte-Ausbildung der Luftwaffe engagieren.

„Die Bundeswehr stellt mehr Personal ein – und das bedeutet, dass mehr Ausbilder benötigt werden, die sich um Offizier- und Unteroffiziersanwärter kümmern“, sagt Oberst Oliver Walter, Kommandeur der Objektschützer. 29 Feldwebel und Offiziere sind deshalb ab April in den Ausbildungseinrichtungen der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck, in Germersheim und Appen bei Hamburg eingesetzt. „Das bedeutet einerseits ein Lob für uns, andererseits fehlen uns die Dienstposten vor Ort“, sagt Walter.

Kooperation mit „Upjever lieb ich“

Neben den Herausforderungen im Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzbetrieb will sich das Objektschutzregiment auch weiterhin nach Kräften in der Region engagieren. Dazu zählt unter anderem die Kooperation mit dem Verein „Upjever lieb’ ich“, der sich mit viel Herzblut für die Renaturierung des Waldes und das historische Erbe einsetzt.

So wurde der auf dem heutigen Fliegerhorstgelände gelegene Großherzogliche Frühstücksplatz neu angelegt, zudem wird die Jeversche Allee, historische Wegeverbindung vom Schloss Jever zum Forsthaus Upjever, wieder freigelegt. Am Freitag, 6. April, findet die nächste Pflanzaktion statt. „Wir haben einen Kompromiss gefunden – das ist Zeichen guter Nachbarschaft“, sagt Oberst Oliver Walter. Am 1. September öffnet das Objektschutzregiment die Zäune und bietet begleitete Führungen über die Jeversche Allee an.

Doch bei allem Einsatz für die Belange von „Upjever lieb’ ich“ dürfe nicht vergessen werden: „Wir sind ein militärischer Verband mit einem Auftrag – die Landebahn bleibt und wird nicht renaturiert“, betont Walter. Denn auf dem ehemaligen Flugplatzgelände ist der Betrieb einer Übungsanlage für Pioniere und Infanterie, Brandschutz- und Bergungskräfte sowie Feldjäger geplant. Das Konzept steht und wartet auf die letzten Unterschriften.

Neue Strukturen

Damit einher geht deshalb ein Ausbau der Organisationsstrukturen vor Ort: So werden Mannschaftsdienstgrade in Führungspositionen übernommen und die Logistik wird verstärkt. „Als im vergangenen Sommer unsere Logistiker in Jordanien die Verlegung des türkischen Stützpunkts Incirlik vorbereitet haben, haben wir das deutlich gespürt“, sagt Walter: Die Logistik wird künftig als Einsatz- und Standort-Logistik neustrukturiert.

Und das III. Bataillon – es besteht aus Reservisten – soll ebenfalls noch aktiver gestellt werden, berichtet Walter: „Die Reservisten entlasten uns massiv bei unseren Aufgaben“, sagt er. So übernehmen 50 bis 80 Dienstposten des III. Bataillons von Mitte April bis Mitte Mai die Bewachung der ILA Berlin, der Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse. Zusätzlich will Walter Reservisten für Brandschutz und Pioniere reaktivieren.

Parallel dazu läuft der Ausbau des Fliegerhorsts Upjever – Ziel ist, alle Einheiten des Objektschutzregiments „Friesland“ dort zu vereinen. Weitere Standorte des Objektschutzregiments sind derzeit Kerpen, Diepholz und Wittmund. „Es gibt einen flexiblen Zeitplan zum Ausbau der Infrastruktur“, sagt Walter. Er hofft, dass bis 2024 alle Gebäude fertig sind. Dann wird der Standort Upjever auf bis zu 2100 Dienstposten aufwachsen.

Kindergarten geplant

56 Millionen Euro werden bis dahin verbaut: So entstehen insgesamt acht Unterkunftsgebäude sowie Funktionsgebäude für Feldnachrichtendienst, Hundestaffel und Stabsarbeit, ein Sanitätszentrum und eine weitere Sporthalle. Auch der Sportplatz wird ausgebaut.

Nicht enthalten in diesen Baukosten ist der geplante Kindergarten: Er wird in spätestens zwei Jahren in Betrieb gehen – und zwar vor den Kasernentoren. Laut Bedarfsplanung werden zehn bis zwölf Betreuungsplätze für Klein- und Kindergartenkinder benötigt, berichtet Kommandeur Walter. Betrieben werden soll der Kindergarten von einem sozialen Träger.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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