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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Rasensportler als Umweltschänder dargestellt“

04.06.2019

Varel Nachdem die Gruppe G6 im Vareler Stadtrat einen Antrag auf ein Moratorium für Kunstrasenplätze in Varel gestellt hat, gibt es Kritik. „Rasensportler werden nun durch ,bis zu‘-Argumente als Umweltschänder dargestellt. Dabei gibt die Gruppe G6 nur Maximalwerte an, die sich auf Bauweisen beziehen, die schon lange nicht mehr Stand der Technik sind“, schreibt Stefan Janßen. Er ist Vorsitzender der Frauenfußball-Abteilung beim TuS Büppel.

Dabei wollten auch die Sportler einen umweltverträglichen Kompromiss, „denn wir wollen unsere Kinder auf dem Kunstrasenplatz spielen lassen“. Es gebe mittlerweile gute Alternativen mit Sand- oder Korkfüllung. Selbst Plätze ohne Füllmaterial seien mittlerweile so hochwertig, dass sie in manchen Ländern sogar für den Spielbetrieb in der ersten Liga zugelassen sind.

Janßens Ansicht nach, braucht es in Varel einen Kunstrasenplatz, um sportlich mithalten zu können: „Die Fußballfrauen aus Büppel spielen gegen Vereine wie den HSV, Hannover 96, FC St. Pauli und Holstein Kiel. Bisher fahren sie wie viele andere Mannschaften ins Umland, um dort im Winter auf älteren Kunstrasenplätzen mit Mikrogranulat zu trainieren.“

Mehr noch: Janßen sieht durch das Kunstrasenmoratorium den gesamten Plan für den Sport- und Bürgerpark gefährdet. Die vier Millionen Euro Zuschuss aus Bundesmitteln für die Sanierung und Erweiterung der Sportstätte in Langendamm sei ein „Lotteriegewinn“ für Varel, der nun wegen des beantragten, zwölfmonatigen Moratoriums in Gefahr sei, denn der Förderantrag muss spätestens im Herbst gestellt werden. „Bei verspäteter Einreichung geht Varel leer aus“, mahnt Janßen. „Wir haben in Varel die Chance, durch Bundesmittel einen modernen, umweltverträglicheren Platz zu errichten. Diese Möglichkeit dürfen wir uns durch das Moratorium nicht selbst zerstören.“

Den Bau eines Kunstrasenplatzes weiterhin unterstützen will die CDU. „Die nunmehr geäußerten Bedenken zur Umweltverträglichkeit, müssen geprüft werden, da natürlich eine nennenswerte Umweltbelastung durch den Kunstrasenplatz im Grundsatz auszuschließen ist. Ob es jedoch eine wie gefordert ,absolute Unbedenklichkeit‘ eines Kunstrasenplatzes überhaupt geben kann, erscheint doch sehr fragwürdig“, schreibt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Hergen Eilers.

Man habe allerdings den Vereinen klare Signale gesendet und stehe dort nun im Wort. „Aus ökologischen Gründen, haben wir den Boden zu wählen, der unbedenklich erscheint. Der Füllstoff aus Mikroplastik scheidet somit offenkundig aus“, so Eilers weiter. Kork und Quarzsand erschienen dagegen unverdächtig. Es zeichne sich eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Sportvereinen ab. Zusammen mit der in Aussicht gestellten Förderung seien das Voraussetzungen, unter denen die CDU an ihrer Zusage für einen Kunstrasenplatz festhalten werde.

Die Gruppe G6 hatte erhebliche Bedenken an einem Kunstrasenplatz geäußert und einen Antrag auf ein zwölfmonatiges Moratorium gestellt. Der Antrag wird in der nächsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Umweltschutz an diesem Dienstag, 17 Uhr, Rathaus II, Zum Jadebusen 20 in Langendamm, diskutiert.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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