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NWZonline.de Region Friesland Politik

Gruppe G6 und Wählergemeinschaft äußern Kritik am Bürgersportpark

19.02.2019

Varel Harsche Kritik äußern die Gruppe G6 und die Wählergemeinschaft Klare Kante am Projekt Bürgersportpark. Die Verwaltung betreibe eine „undemokratische Hinterzimmerplanung“ und habe kein schlüssiges Finanzierungskonzept vorgelegt, heißt es. Dennoch werde das neue Sportzentrum von der Mehrheitsgruppe – bestehend aus SPD und CDU – im Stadtrat bedenkenlos mitgetragen.

Bei der Entwicklung des Sport- und Bürgerparks werde „Stadtplanung in großem Stil ohne Beteiligung der Politik betrieben“, kritisiert Ratsfrau und G6-Gruppensprecherin Sigrid Busch (Grüne). Das Konzept sei im zuständigen Fachausschuss „inhaltlich nicht ausreichend“ diskutiert worden und solle nun im „Hauruck-Verfahren“ beschlossen werden.

„Verfahren intransparent“

Detailliert besprochen worden sei das Konzept nur im kleinen Kreis. „Für uns ist es unerklärlich, dass die Mehrheitsgruppe dieses intransparente Verfahren offenkundig mitmacht“, so Busch weiter. Damit gebe sie wieder einmal ohne Not die Gestaltungsmöglichkeiten des Stadtrates aus der Hand. Die Gruppe G6 werde daher beantragen, das Thema in die Fraktionen zurück zu geben.

Kritik gibt es auch an der Finanzierung. Das gesamte Konzept beruhe lediglich auf Kostenschätzungen und vermuteten Erlösen aus dem Verkauf des Waldstadions, beklagt Carsten Kliegelhöfer (Grüne); Folgekosten würden nicht berücksichtigt.

Zudem habe die Stadt es bisher nicht geschafft, Sponsoren- und Fördergelder einzuwerben. Ohne diese Mittel müsse sich die Stadt aber spätestens 2020 entscheidend neuverschulden.

Die Gruppe fordert daher, den Stadtrat in die Planung einzubeziehen, ein langfristiges Finanzierungskonzept zum Erhalt der Sportstätten zu erarbeiten, auf den Verkauf von Liegenschaften zu verzichten und das Konzept in die Stadtentwicklungsplanung einzubetten.

Auch von der Wählergemeinschaft Klare Kante um die ehemalige SPD-Ratsfrau Cornelia Papen gibt es Kritik am Vorgehen beim Bürgersportpark. Das „letzte Vareler Tafelsilber“ solle „ohne großes Getöse verramscht“ werden, schreibt Klare Kante in einer Mitteilung. Gemeint sind damit die Grundstücksverkäufe der bisherigen Sportstätten an der Windallee in Varel.

„Finanzierung unsicher“

Zwar habe sich die Stadtverwaltung zwecks Finanzierung um Fördergelder beworben, der Fördertopf sei aber schon 200-fach überzeichnet. Das heißt: Alle Antragssteller zusammen haben so viele Fördergelder beantragt, dass man 200 solcher Fördertöpfe bräuchte, um allen gerecht zu werden. Die Chance, daraus eine „nennenswerte Menge Geld“ zu bekommen, sei sehr gering.

Wenn die Förderung bewilligt werde, so die These von Klare Kante, stehe die Stadt unter Zugzwang, da sie Eigenkapital vorweisen müsse. Ihr bliebe dann nichts anderes übrig, als die alten Sportstätten zu verkaufen. Außerdem geht Klare Kante davon aus, dass selbst wenn das neue Sportzentrum nicht zustande kommt, die alten Sportstätten verkauft werden, um Bauplätze für „neue Stadtvillen“ zu schaffen. Diese Debatte habe es schließlich auch schon um das Gelände der Weberei gegeben.

Klare Kante unterstütze ein Sportzentrum, wenn es attraktive Angebote bietet, für alle gut erreichbar ist und solide finanziert ist. „Das brauchen wir aber erst dann, wenn alle wichtigen Aufgaben erledigt sind“, schreibt Klare Kante.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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