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NWZonline.de Region Friesland Politik

Das sind Varels Menschen des Jahres

12.02.2019

Varel Renate Luikenga und das Schauspiel-Ensemble der GPS-Werkstatt Jeringhave sind Varels „Menschen des Jahres 2018“. Beim Jahresempfang der NWZ am Montagabend im Waisenhaus wurden sie in Anwesenheit von 130 Gästen geehrt. Die Jury, bestehend aus OLB-Direk­torin Rebekka Burmester, Varels Mühlenkönigin Kerstin Ligthart und NWZ-Redaktionsleiter Olaf Ulbrich, hatte sie unter vielen Vorschlägen ausgewählt.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Olaf Ulbrich. „Das Engagement jedes Einzelnen war herausragend.“ 47 Leserinnen und Leser haben dem „Gemeinnützigen“ Kandidaten vorgeschlagen – 16 Namen von Männern und Frauen sowie sechs Gruppen. Viele wurden gleich mehrfach nominiert. Im „Gemeinnützigen“ wurden letztendlich zwölf vorgestellt.

Die Varelerin Renate Luikenga beschenkte im vergangenen Jahr diejenigen, die sonst geben. Auf ihrem Hof veranstaltete die 65-Jährige einen Weihnachtsmarkt, dessen Erlös sie dem neuen Hospiz spendete. Zudem lud sie vor Weihnachten über 60 ehrenamtliche Mitarbeiter der Vareler Tafel zu einem Essen ein. Emsig suchte sie Sponsoren, die beides finanzierten.

Vor vier Jahren hatte sie fast ihre Lebenslust verloren. Ihr Sohn Max starb bei einem Unfall. Damals hatte sie viel Unterstützung erhalten. „Nun wollte ich etwas zurückgeben“, sagte Renate Luikenga. Doch sie betonte auch: „Ohne die vielen Helfer und Sponsoren hätte ich es nicht geschafft.“

Die 13 Schauspieler der GPS-Werkstatt Jeringhave hatten den Mut, das zu machen, was viele Menschen sich sonst kaum trauen: Die Menschen mit Behinderungen lebten für ein Filmprojekt ihre Träume aus – und sprangen dafür so manches Mal über ihren eigenen Schatten. Der Titel des Films ist dabei Programm. „Geiht nicht, gifft’t nich“. Sie fungierten als Hochzeitsplanerin, Bürgermeister, Moorschäfer, Schiffskapitän oder James Bond 007.

„Inklusion heißt, gemeinsam etwas zu machen“, sagte beispielsweise Mario Schendzielorz. Er war für fünf Minuten Bürgermeister von Varel. „Eine ganz tolle Aktion“, lobte sein Amtskollege Gerd-Christian Wagner, der während eines Planungsausschusses seinen Sessel bereitwillig geräumt hatte.

Bei der neunten Wahl hat die NWZ eine Neuerung eingeführt: Erstmals konnten neben Männern und Frauen auch Gruppen vorgeschlagen werden. Der Grund: Viele der außerordentlich engagierten Ehrenamtlichen wollten aus Bescheidenheit nicht alleine für ihre Leistung im Rampenlicht stehen oder gar dafür einen Preis bekommen.

Sie fühlen sich als Teil einer Gruppe, eines Vorstands oder eines Teams. „Deshalb haben wir uns entschieden, in diesem Jahr den Menschen des Jahres, also eine Einzelperson, und die Menschen des Jahres als Gruppe zu ehren“, erläutert NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann: „Und ich kann nun sagen: Gruppen zuzulassen war ein voller Erfolg.“

Alle zwölf vorgestellten Kandidaten waren am Montagabend ins Waisenhaus gekommen: Rita Schuster, die todkranke Menschen pflegt, Florian Driebolt, der sich vielseitig sozial engagiert, Klaus Leiter, der vieles für die Dorfgemeinschaft in Büppel tut, Sarah Bieschke, die einen dreijährigen Jungen vor dem Ertrinken gerettet hat, Peter Holm, ohne den im Vareler Handball kaum etwas geht, Christel Spitzer, die in verschiedenen Chören aktiv ist, und Thomas Coldewey, der sich vielfältig für den Naturschutz einsetzt.

Vier Gruppen wurden zudem nominiert: neben dem GPS-Schauspielensemble das Archiv-Team des Heimatvereins mit Detlev Antons, Peter Haukenfrers, Klaus Büntemeyer und Rainer Urban sowie die Organisatoren des „heißen Tellers“, die bedürftige einmal im Monat verköstigen, und auch die Freiwillige Feuerwehr Varel.

Die Aktion „Mensch des Jahres“ wird von der Oldenburgischen Landesbank (OLB) und der Nordwest-Zeitung veranstaltet. Rebekka Burmester, Direktorin der OLB in Varel, hob in ihrer Ansprache die oft unbeachtete Arbeit der Ehrenamtlichen hervor. „Wenn ich ,Ehrenamt’ google, erhalte ich die Definition, dass es sich dabei um eine Einzelperson oder eine Gruppe handelt, die freiwillig und unentgeltlich Arbeit leistet“, sagte Rebekka Burmester und betonte: „Ohne Ihr Engagement und ohne Ihre Hilfe wäre Varel ein bisschen ärmer.“

Die Ehrungsveranstaltung im Vareler Waisenhaus:

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2502
Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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