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NWZonline.de Region Friesland Politik

Grüne nutzen Wahlerfolg zur Kampfansage

28.05.2019

Varel Ein besseres Ergebnis gab es für die Grünen in Varel noch nie: Die Öko-Partei ist der große Gewinner der Europawahl vom Sonntag. In der Stadt holte sie 23,54 Prozent der Stimmen – und wäre damit fast hinter der SPD (24,77 Prozent) die zweitstärkste Kraft geworden. Erst nach der Auszählung des letzten Briefwahlbezirks zog die CDU (23,82 Prozent) doch noch an den Grünen vorbei. Umgerechnet bedeuten die 0,28 Prozentpunkte Vorsprung für die Christdemokraten weniger als 20 Wählerstimmen.

Angesichts des Ergebnisses herrschte auch am Montag bei den Grünen noch Jubelstimmung. „Die Ideen, die wir vertreten, sind für die Bevölkerung relevanter als angenommen“, sagte Varels Ratsherr Carsten Kliegelhöfer und schickte gleich eine Kampfansage an die übrigen Parteien hinterher: „Ich glaube, dass die Grünen mehr gehört werden müssen.“

Das gelte auch für die Arbeit im Vareler Stadtrat. „Wir werden weiter anstrengend sein“, kündigte Kliegelhöfer an. Das gelte besonders für die auch an der Küste wichtigen Themen Mikroplastik in der Umwelt und ökologische Ausrichtung der städtischen Wirtschaft. „Ökologische Themen sind Themen, die von den etablierten Parteien vernachlässigt wurden“, sagte der Kommunalpolitiker.

Das gute Wahlergebnis sei eine „Bestätigung unserer Arbeit und Ratspolitik“, ist sich Carsten Kliegelhöfer sicher. Außer ihm sitzen auch noch die Grünen Sigrid Busch und Walter Langer im Stadtparlament. Das Trio kündigte an, in dieser Woche noch einen Antrag zu stellen, in der Stadt den Klimanotstand auszurufen. Ähnlich wie es Konstanz, Münster und Unna bereits getan haben.

Die Verdoppelung der Stimmen im Vergleich zur letzten Europawahl 2014 (damals holten die Grünen in Varel 11,4 Prozent) verleiht den Grünen mächtig Rückenwind. „Das zeigt uns, dass die Gedanken, die wir haben, nicht falsch sind“, meinte Carsten Kliegelhöfer. Das zeige die Tatsache, dass seine Partei allein elf der 33 Stimmbezirke als stärkste Partei gewonnen hat: „Die Grünen sind zum Sprachrohr der ökologischen Bürger geworden, die bislang als einsame Rufer dagestanden haben.“

Vor allem junge Wähler hätten die Zeichen der Zeit erkannt. Das zeigen Aktionen wie die Schulstreiks am Freitag („Fridays for Future“) oder Baumpflanzaktionen von Schüler („Plant for the Planet“). „Wir müssen die Probleme und Wünsche der jungen Leute ernstnehmen“, forderte Carsten Kliegelhöfer. Es gehe nicht mehr nur um die Ideen „radikaler Ökos“, sagt er und mahnt: „Es gibt keine Alternativen für die Zukunft.“

Am erfolgreichsten waren die Grünen bei der Europawahl in Varel im Stimmbezirk Seghorn. Mit 31,01 Prozent lagen sie deutlich vor der CDU (27,91) und der SPD (16,28). Vor allem in naturnahen Gebieten war die Öko-Partei stark: in Büppel, Streek-Hohenberge oder Moorhausen-Rallenbüschen. Nicht so gut schnitten sie in der landwirtschaftlich geprägten CDU-Hochburg Jeringhave ab (15,29 Prozent) sowie im SPD-dominierten Ortsteil Winkelsheide (15,52).


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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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