• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Varel holt sich beim Klimaschutz Hilfe

14.02.2019

Varel Die Stadt Varel holt sich beim Klimaschutz Hilfe: Die Politik beauftragte jetzt die Verwaltung, eine so genannte „Fokusberatung“ zu initiieren. Experten fachkundiger externer Dienstleister beraten die Stadt bei der Umsetzung von Projekten. Das Angebot wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

Die Beratung erfolgt zu kurzfristig umsetzbaren Klimaschutzaktivitäten. „Die Experten geben dabei auch konkrete Empfehlungen für das weitere Vorgehen ab“, erläuterte Melanie Roos von der Stadtverwaltung während der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses. Der Eigenanteil liege bei bis zu 6300 Euro. Die Mitglieder folgten diesem Vorschlag einstimmig bei einer Enthaltung von Sabine Kundy (Zukunft Varel). Auf die Einstellung eines eigenen Klimaschutzmanagers wird indes noch verzichtet.

Kommentar

Dass die Stadt Varel beim Klimaschutz eine Fokusberatung in Anspruch nimmt, ist ja schon mal ein Anfang. Mehr aber auch nicht. Die Folgen des Klimawandels scheinen heute noch weit weg. Aufzuhalten sind sie indes nicht. Deshalb muss bereits jetzt umfangreich gehandelt werden. Dabei darf man nicht auf die Kosten achten. Was man jetzt nachhaltig anschiebt, sichert unsere Zukunft. Sie muss uns lieb und teuer sein. Die Zeit läuft.

Ein Anfang –

mehr nicht

Mindestens eine Klimaschutzmaßnahme ist dabei innerhalb des Bewilligungszeitraums umzusetzen. Das bedeutet, dass wenigstens ein Antrag für einen beliebigen Förderschwerpunkt beim Projektträger Jülich eingereicht werden muss.

Die Ortsgruppe Varel des Naturschutzbundes Nabu hatte die Stadt bereits 2017 in einem Antrag aufgefordert, ein integriertes Klimaschutzkonzept zu erstellen. „Dieses liegt noch nicht vor. Wir möchten aber mit den Klimaschutzaktivitäten beginnen“, führte Melanie Roos aus. Dennoch werde in Varel schon einiges getan. Und zwar im „laufenden Geschäft“ ohne weiteren Personalaufwand. Dieses waren zum Beispiel Maßnahmen zur Energieeinsparung wie die Umstellung auf LED-Lampen, das Dämmen von Gebäuden sowie die Regelung von Energie- und Verkehrsströmen. „Verschiedene Förderungen wurden auch bereits beantragt“, sagte Melanie Roos.

„Klimaschutz ist besonders für die Menschen bei uns hinter dem Deich wichtig“, betonte Ratsherr Carsten Kliegelhöfer (Grüne). Und auch Dr. Susanne Engstler (CDU) hatte beim Engagement für den Klimaschutz die kommenden Generationen im Blick. „Wir setzen damit ein Zeichen für die Jugendlichen“, sagte sie.

Dass die Fokusberatung dabei ein guter Anfang sei, meinte Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel): „Wir sollten uns erst vergegenwärtigen, was noch zu tun ist, bevor wir am ganz großen Rad drehen.“ Damit meinte er die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes und die Einstellung von zusätzlichem Personal in der Verwaltung für das Klimaschutzmanagement.

Dieses ist die umfangreichste Variante, erläuterte Melanie Roos. Das Konzept wird binnen 18 Monaten vom Klimamanagement erarbeitet. Zunächst werden mit Unterstützung von Fachgutachtern individuelle Energie- und Treibhausgasbilanzen für die Kommune erstellt sowie Einsparpotenziale analysiert. „Maßnahmen werden dann mit den Bürgern entwickelt und die Aktivitäten priorisiert“, sagte Melanie Roos. Wichtig sei in diesem Zusammenhang eine umfangreiche Bestandsaufnahme sowie eine gute Vernetzung und Beteiligung aller Akteure.

Dies alles ist jedoch sehr kostenintensiv. „In der Vergangenheit haben wir unsere Projekte sehr zielgerichtet angeschoben, ohne Klimaschutzmanager“, sagte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner. Er sprach sich ebenfalls für die Fokusberatung aus: „Damit können wir gezielt kleinere Dinge machen.“

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2501
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.