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Friedrichsfeld: Fünf Niederländer kamen bei Entschärfung um

21.11.2017

Varel Zwei Tage nach dem Bombenangriff auf den Flugplatz Friedrichsfeld am 24. März 1945 forderte dieser weitere Opfer. Von den abgeworfenen Sprengbomben, so damals die Zählung der deutschen Behörden, wurden 14 als Blindgänger festgestellt. Einer der Sprengkörper landete auf einem Grundstück an der Kreuzung in Seghorn (heutige Bockhorner Straße 73). Zur Entschärfung wurden am 26. März 1945 aus dem auf dem Fliegerhorst Friedrichsfeld eingerichteten Lager für Polizeihäftlinge fünf junge Niederländer gezwungen.

Als der Blindgänger gegen 10.15 Uhr detonierte, wurden durch die Explosion folgende Personen getötet: Gerrit Heddema, Schlosser, 21 Jahre alt, geboren 31. März 1923 in Leeuwarden; Willem Kranenburg, Zimmerer, 27 Jahre alt, geboren 15. April in Zaandam; Willem Johannes Martens, Zimmerer, 19 Jahre alt, geboren 2. August 1925 in Amsterdam; Hermann Stockel, Arbeiter, 22 Jahre alt, geboren 20. Juni 1922 in Leiden; Johannes Schreutelkamp, Anstreicher, 30 Jahre alt, geboren 26. September 1914 in Rotterdam.

Alle fünf Männer wurden auf dem Friedhof Varel bestattet, ihre sterblichen Überreste nach dem Krieg aber durch den niederländischen Gräberdienst auf das Niederländische Ehrenfeld in Bremen-Osterholz umgebettet.

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Sie gehörten zu fast 2000 politischen Häftlingen, die bei Kriegsende in Holland von der deutschen Sicherheitspolizei festgenommen und noch als Zwangsarbeiter zum Arbeitseinsatz ins Deutsche Reich überstellt worden waren. Unterstellt waren die Häftlinge der „Organisation Todt“.

Sie sollten bei „Sicherungsarbeiten“ auf Helgoland und auf den Ostfriesischen Inseln Borkum, Wangerooge und Norderney sowie beim Bau des „Friesenwalles“ eingesetzt werden. Von den Inseln mussten diese Holländer zum Teil auf Orte auf dem Festland transportiert, untergebracht und eingesetzt werden, weil, wie es von deutscher Seite hieß, entsprechend bewachte Unterkünfte auf den Inseln nicht gewährleistet waren.

Mitte März gelangten so auch einige nach Varel. Darunter waren auch diejenigen Niederländer, die dann später bei der Bombenentschärfung umgekommen sind. Sie wurden im Lager in Friedrichsfeld untergebracht.

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