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NWZonline.de Region Friesland Politik

Er kämpft für die Natur

25.01.2019

Varel „Er steht immer an vorderster Front, wenn es darum geht, die Natur zu retten“, sagt die Varelerin Liane Bümmerstede über Thomas Coldewey. Der Neuenburger engagiert sich als Mitglied des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) für den ehemaligen Standortübungsplatz Friedrichsfeld als einzigartigen Naturraum. Deshalb hat Liane Bümmerstede ihn für die Aktion „Mensch des Jahres“ von Nordwest-Zeitung und Oldenburgischer Landesbank vorgeschlagen.

„Ich bewundere ihn dafür, dass er so hartnäckig ist im Kampf um Friedrichsfeld“, sagt Liane Bümmerstede. Wie auch Thomas Coldewey fühlt sie sich dem Gelände verbunden. Thomas Coldewey hat Friedrichsfeld Ende der 80er Jahre in seiner Bundeswehrzeit kennengelernt. Als die Bundeswehr abzog und das Gelände entwidmet wurde, hat er entdeckt, welches Potenzial in dem Gelände steckt. Und als die Naturschutzorganisation BUND damals in Neuenburg zu einem Info-Abend über Friedrichsfeld aufrief, ging Coldewey hin. Das war der Beginn einer großen Leidenschaft, die den 48-jährigen Tischler bis heute nicht loslässt.

„Friedrichsfeld ist eine Oase, in der es Tier- und Pflanzenwelten gibt, die man sonst nicht findet“, sagt er. 100 seltene und bedrohte Pflanzen- und Tierarten gibt es dort, so Coldewey, darunter acht verschiedene Orchideenarten wie das gefleckte Knabenkraut, den Neuntöter und Eidechsen. „Friedrichsfeld ist der am nördlichsten gelegene Ort, wo der große Schillerfalter anzutreffen ist“, schwärmt der Naturfreund.

„2012 dann der Schock“, erinnert sich Coldewey. Friedrichsfeld wurde als Ausgleichsfläche für die Küstenautobahn bestimmt – und Thomas Coldewey und seine Mitstreiter vom BUND versuchten vehement, das zu verhindern. Er hat unzählige Führungen und Wanderungen angeboten, um Bürger und Politiker für den Erhalt von Friedrichsfeld in seinem ursprünglichen Zustand zu gewinnen. Zudem hat er versucht, eine Bürgerinitiative auf die Beine zu stellen, hat eine Protestaktion auf dem Vareler Schlossplatz organisiert, Klage gegen die seiner Ansicht nach vorzeitige Fällung von Bäumen eingereicht, eine Mahnwache organisiert und unzählige Gespräche mit Verantwortlichen geführt.

Zudem hat Coldewey mit Vereinsmitgliedern dem Bärenklau den Kampf angesagt, der sich auf dem Gelände angesiedelt hat. Wie es jetzt auf dem Gelände aussieht, daran mag er gar nicht denken: „Ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut, wenn ich da vorbeifahre und die Riesenstapel mit gefällten Bäumen sehe.“

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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