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NWZonline.de Region Friesland Politik

Das sagt Ihab Alyazaji zu Rassismus

13.12.2017

Varel Nachdem mein erster Artikel in der NWZ-Serie „Neuland“ erschienen ist, habe ich viele Reaktionen bekommen – meist über E-Mails oder Kommentare bei Facebook. In diesem Artikel will ich ein paar Dinge nennen, die mir eingefallen sind, als ich die Kommentare gelesen habe.

Die meisten Reaktionen waren voll von Optimismus, sogar Enthusiasmus und dem Wunsch, mehr von mir zu lesen. Zur gleichen Zeit waren einige der Kommentare nicht frei von Rassismus, manche verlangten sogar, dass ich in meine Heimat zurückkehre.

Über die NWZ-Serie „Neuland“

In der Serie „Neuland“ schreibt Ihab Alyazaji (38), geflüchteter Journalist aus Syrien, in der Nordwest-Zeitung über das Leben in seiner neuen Heimat. Er flüchtete 2015 mit seiner Frau nach Deutschland. Jetzt lebt er in der Gemeinde Bockhorn. In der „Neuland“-Serie wird er über seine Erlebnisse in Deutschland schreiben und das Leben hier mit dem Leben in Syrien vergleichen.

Zusammen mit dem NWZ-Redakteur Christopher Hanraets bildet Ihab Alyazaji ein Reportertandem im Projekt „Newscomer“, das sich zum Ziel gesetzt hat, geflüchtete Journalisten in deutschen Zeitungen zu Wort kommen zu lassen.

   

   www.nwzonline.de/neuland

Die Herausforderungen, die sich aus der kulturellen Vielfalt ergeben, wachsen schneller als je zuvor. Das hat zwei Gründe: Zum einen treffen verschiedene Kulturen heutzutage in Folge des technischen Fortschritts gerade in Sachen Kommunikation häufiger aufeinander. Auf der anderen Seite wächst die Angst vor Migration. Über das Internet gehen Informationen, Bilder und Ideen um die ganze Welt – ohne jede Kontrolle und Überwachung. Soziale Medien eignen sich daher sehr gut, um Rassismus bei den Menschen zu entzünden.

Ich habe eine Überzeugung, die, denke ich, von den meisten Kommentatoren meines ersten Artikels geteilt wird: Ein Flüchtling oder Einwanderer, der sich kulturell von der Gesellschaft unterscheidet, in die er kommt, ist eine aktive, konstruktive und keine zerstörerische Kraft in dieser Gesellschaft. Und diese Überzeugung wird belegt von den vielen Erfolgen, die Einwanderer und Flüchtlinge in Deutschland haben. Ein einfaches Beispiel: Man muss doch nur einmal in ein deutsches Krankenhaus gehen und man wird dutzende von Ärzten und Spezialisten mit Migrationshintergrund finden, die in Deutschland vor allem deutsche Patienten behandeln.

In meiner Heimat gibt es viele verschiedene Nationalitäten, Religionen, Sekten und ethnische Minderheiten. In seiner Geschichte kamen viele Menschen nach Syrien, die vor Kriegen und Konflikten geflüchtet sind. Syrien wurde für viele dieser Menschen eine neue Heimat.

Das deutsche Grundgesetz gibt jedem Menschen die gleichen Freiheiten und Möglichkeiten – ohne Rücksicht auf Rasse oder Religion. Das ist gut für die kulturelle Integration und das Zusammenleben in der Gesellschaft. Ich denke, Deutschland wird ein Modell für ein kulturell vielfältiges Land darstellen, das ein menschenwürdiges Leben ohne Diskriminierung und Intoleranz garantiert. Mein Stolz auf meine syrische Kultur verhindert nicht, dass ich mich Deutschland zugehörig fühle, und ich bin nicht weniger stolz darauf, ein Teil der deutschen Gesellschaft zu sein.

Kurz gesagt: Multiethnische und kulturell vielfältige Gesellschaften sind ein Zeichen unserer Zeit. Gesellschaften, die es schaffen, diesen Pluralismus zu verarbeiten, Fremdes begrüßen und andere Kultur respektieren, anstatt sie zu verwerfen und zu verlieren, schaffen eine bessere Welt für uns alle. Ich glaube, das haben auch die allermeisten Leser erkannt.

Den Autor erreichen Sie unter alyazaji@infoautor.de

التعايش الثقافي ....

إيهاب يازجي

قادتني الردود والرسائل والتعليقات التي تلقيتها بعد نشر مقالي الأول في صحيفةNWZ الألمانية من سلسلة „الأرض الجديدة“، إلى كتابة هذا المقال، والذي أتناول به الأفكار التي ساورتني لدى تلقي هذه الردود.

لقد حملت غالبية الردود معها ما يبعث في النفس التفاؤل والحماس والرغبة بكتابة المزيد من المقالات، وفي ذات الوقت لم تخلو بعض من هذه الردود من التعصب بل ومطالبتي بالرحيل والعودة من حيث جئت.

إن التحديات الناجمة عن التباين الثقافي تزداد بشكل متسارع أكثر من أي وقت مضى، بسبب الاختلاط المتزايد بين الثقافات كنتيجة للتقدم الهائل في تقنيات الاتصال والتواصل من ناحية، وزيادة معدلات الهجرة المخيفة من ناحية أخرى. وحيث تسمح شبكة الإنترنت للمعلومات والصور والأفكار بالسفر حيثما تشاء دون تدقيق أو مراقبة، يمكن لمواقع التواصل الاجتماعي أن تُستخدم في تأجيج النزعة العنصرية أو العكس تماماً.

لدي قناعة شاركني بها معظم المعلقين على مقالي السابق وهي أن اللاجئ أو المهاجر المختلف عنا ثقافياً هو قوة فاعلة وبناءة وليست مخربة في المجتمع الألماني. والنجاحات التي يحققها المهاجرين واللاجئين على الصعيد المهني في ألمانيا وبقية دول المهجر هي دليل على صحة هذه القناعة. ويكفي المرء كمثال بسيط هنا زيارة أي مستشفى في ألمانيا ليجد عشرات الأطباء والأخصائين العاملين من أصول مهاجرة والذين يقدمون خدماتهم للمرضى الألمان قبل الأجانب.

يضم وطني سوريا العديد من القوميات والديانات والطوائف والأقليات، والذي استقبل على مدى تاريخه الكثير من اللاجئين والمهاجرين الهاربين من حروب ونزاعات لم يكن سبب لها أو طرف بها، بل كان لهؤلاء المهاجرين واللاجئين الوطن الجديد.

وبالمثل يتيح الدستور الألماني الفرصة لأي شخص ذي كفاءة دون أي اعتبارٍ لعرقه أو دينه. وهو ما يعزز الإندماج والتعايش الثقافي في المجتمع، كما سيقدم ألمانيا كنموذج للدولة المتنوعة ثقافياً والتي تضمن الحياة الكريمة لأي إنسان يعيش فيها دون تمييز أو تعصب. واعتزازي بهويتي السورية لا يجردني أبداً من انتمائي واعتزازي الوطني الأكبر كمواطن ألماني مستقبلاً.

باختصار، لقد بات المجتمع الإنساني المتعدد عرقياً وثقافياً والمتصالح مع هذه التعددية سمة للمجتمعات المعاصرة والمتحضرة التي ترحب بالغريب وتحترم ثقافته، بدلاً من رفضه وخسارته، وبالتالي بناء عالم أفضل للجميع كالعالم الذي لمسته في ردود وتعليقات معظم القراء.


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