• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Fundament zur Gründung gelegt

15.03.2019

Varel Die Badezimmer sind alt, die Türen abgewetzt, die Fenster zum Teil undicht: Einige städtische Wohnungen in Varel präsentieren sich in einem ungemütlichen Zustand. Zudem gibt es in der Stadt zu wenig günstige Mietwohnungen, die sich besonders Geringverdiener, Senioren mit kleiner Rente oder Alleinerziehende leisten können. Das soll sich nun ändern.

Der Stadtrat erteilte der Verwaltung bei der Sitzung am Mittwochabend per Mehrheitsbeschluss den Auftrag, alles zur Gründung eines Eigenbetriebs Wohnungswirtschaft der Stadt Varel in die Wege zu leiten. Dabei soll die Politik mit einbezogen werden. Da zur Erstellung einer Satzung und zur Gründung des neuen Gremiums zusätzliche Beschlüsse notwendig seien, soll zu deren Entwicklung eine interfraktionelle Projektgruppe installiert werden. „Die Beratungen sollen möglichst schnell beginnen“, kündigte Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner an.

Das sind die Ziele des Eigenbetriebs

Der Verwaltungsbereich „Wohnungswirtschaft“ soll in einen Eigenbetrieb „Wohnungswirtschaft der Stadt Varel“ überführt werden. Dabei werden folgende Ziele verfolgt:


Abbau des Renovierung- und Sanierungsstaus im Bereich der Wohnungswirtschaft
Eigenvermarktung von Grundstücken und Gebäuden
Stärkung der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung unter sozialen Gesichtspunkten
Die Steigerung der Effektivität
Reduzierung von Verwaltungswegen
Den sozialen Wohnungsbau in dem Eigenbetrieb fördern
Die Erhöhung der Transparenz über die Einnahmen, Ausgaben und Vermögenssituation

Bisher wurde der städtische Wohnungsbau innerhalb des allgemeinen Etats geführt. Die Mieterträge wurden als Haushaltsmittel verbucht und standen allen anstehenden Maßnahmen innerhalb des Gesamthaushaltes zur Verfügung. Aufgrund der knappen Haushaltsmittel standen auf der Ausgabenseite nicht immer die notwendigen Mittel zur Verfügung, um die Häuser und Anlagen der Wohnungswirtschaft anforderungsgerecht instand zu halten.

Geht es nach der Fraktion von Zukunft Varel, soll alles beim Alten bleiben. Deshalb stimmten die Mitglieder am Mittwochabend auch mit „Nein“. „Wir haben die Sorge, dass mit dem Eigenbetrieb der Schritt zur Privatisierung gemacht wird“, begründete Alfred Müller: „Ökonomische Aspekte werden die sozialen irgendwann verdrängen.“

Zudem verursache der neue Eigenbetrieb Kosten, vor allem personell. Leiter soll Johann Taddigs werden, der in der Verwaltung bereits die Posten des Kurdirektors und des Leiters Stabstelle Wirtschaftsbetriebe inne hat. Das geht aus einer Antwort des Bürgermeisters auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Die Notwendigkeit eines Eigenbetriebes sieht unter anderem Sascha Biebricher (SPD). „Die Mieteinnahmen sind bisher nicht in ausreichendem Maße in die Sanierung geflossen“, sagte er. Sie müssten kontinuierlich reinvestiert werden. Das könne man mit einem Eigenbetrieb. „Die Idee ist, dass wir professioneller und besser werden“, sagte Hergen Eilers (CDU). Cornelia Papen (Klare Kante) mahnte aber: „Der soziale Aspekt muss gewährleistet sein.“ „Wir wollen das kritisch und sinnvoll begleiten“, kündigte Sigrid Busch (Grüne) vor den geplanten Gesprächen an.

Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2501
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.