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Aktualisiert vor 7 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Politik

100 Radfahrer demonstrieren für Radweg entlang der L812

16.09.2019

Waddewarden „Es gab schon einen Toten – nun ist Eile geboten!“ In einem langen Korso haben knapp 100 Fahrradfahrer auf der Strecke von Waddewarden nach Hadddien ihrer Forderung nach dem Bau eines Radwegs entlang der L 812 Nachdruck verliehen.

„Wir sind überrascht und freuen uns über die vielen Unterstützer unserer Aktion für den Bau des Radwegs“, sagten CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Alice Brandenburg-Bienek und Waddewardens Dorfgemeinschaftsvorsitzender Renke Gerdes. Und weil mit so vielen Teilnehmern nicht gerechnet worden war, mussten zum Abschluss in Haddien noch Bratwürste nachgeordert werden.

Mit dieser besonderen Aktion fordern die Initiatoren nachdrücklich die Aufnahme dieses Teilstücks in das Radwegeprogramm des Landes. „Wir wünschen uns Unterstützung von Minister Olaf Lies, der vor drei Jahren das Teilstück in Haddien eröffnete und unser Anliegen kennt“, sagten Gerdes und Brandenburg-Bienek. 2016 waren direkt in Haddien 110 Meter Radweg gebaut worden. Doch entlang der 1,9 Kilometer langen Strecke zwischen Waddewarden und Haddien, geschweige denn weiter Richtung Hooksiel, hat sich noch überhaupt nichts getan.

Auf der L 812 – Zubringerstraße zu den Küstenbädern – sind viele Radfahrer unterwegs. Es ist der kürzeste Weg. Doch die Straße ist nicht besonders breit, es herrscht viel Betrieb von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Autos. Für Radfahrer ist es nicht besonders angenehm, die Straße entlang zu fahren. „Wir bangen als schwächste Verkehrsteilnehmer jedes Mal um unsere Sicherheit, weil die Autos schnell an uns vorbeiflitzen und weil die Landwirtschaftsgespanne hohe Sogkraft erzeugen“, sagten viele, die dort mit dem Rad unterwegs sind.

Keine Unterstützung?

Seit 2003 fordern die Waddewarder und Haddiener den Bau des Radwegs, 2007 hatte die CDU Wangerland mit einem Antrag das Verfahren eingeleitet, doch es geschah bisher nichts. „Als wir 2003 für einen Radweg auf die Straße gingen, waren wir knapp 15 Radfahrer“, erinnert sich Hans Peter Thiemann. „Schade, dass der Bürgermeister oder sein Stellvertreter sich nicht mit uns solidarisch zeigten“, bedauerte Alice Brandenburg-Bienek. Auch waren mehrere Teilnehmer davon enttäuscht, das sich außer CDU-Mitgliedern keine weiteren Gemeinde- und Kreistagspolitiker blicken ließen.

Ein großes Lob für die Waddewarder und ihre Unterstützer kam von Renke Gerdes: „Wir beweisen es: unser Dorf lässt beim Radweg nicht locker.“ Das sich seit 2003 in Sachen Radweg nichts bewegt, sei kein gutes Zeichen für die lokale Politik, so die Kritik des Dorfgemeinschaftsvorsitzenden. Er dankte Alice Brandenburg-Bienek, dass sich der CDU-Gemeindeverband solidarisch mit den Waddewardern erklärt. „Snackt mit Eurem Kollegen in Hannover“ richtete er seine Radweg-Forderung an die SPD. Uwe König, Initiator der Unterschriftenaktion für den Radweg vor sieben Jahren, berichtete, dass in Ostfriesland das Radwegenetz viel besser ausgebaut sei als im Jeverland. Und Renke Gerdes verwies dabei auf den Landkreis Wittmund, der sehr gut erschlossen sei.

Schilder am Rad

Eilert Kleyhauer aus Schreiersort und seine Enkelin Daaje machten mit zwei Schildern auf die Notwendigkeit des Radwegs aufmerksam. „Wir unterstützen diesen Korso, weil wir wissen, wie wichtig die Radfahrwege in unserer Region sind“, sagten auch Mona und Hinrich Neumann sowie Jan Böltes aus Sillenstede, die für diesen Korso ihre Rennräder mit Tourenrädern tauschten. Der 33-jährige Daniel Emken kam mit dem Fahrrad aus Schortens, um als ehemaliger Waddewarder zu unterstützen.

„Weil wir oft mit dem Fahrrad nach Horumersiel-Schillig fahren, müssen wir die gefährliche Straße nutzen. Und damit sich das bald ändert, sind wir als Waddewarder dabei“, sagten auch Linda und Horst Reiners. Inge Harms, Angela und Johann Georg plädieren dafür, dass der Radweg gleich bis Schmidtshörn weitergebaut wird – dann haben auch die Wüppelser und Bottenser etwas davon.

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