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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Ziel ist nach wie vor ein Bürgerwindpark“

03.01.2018

Wangerland Das Großprojekt Windenergie läuft langsamer „als ich mir das wünschen würde“. Das berichtete Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena am Dienstag beim Neujahrsempfang der Gemeinde in Horumersiel. Hunderte Wangerländer nutzten die Gelegenheit, um sich beim Stelldichein zum neuen Jahr im Kursaal auszutauschen und informieren zu lassen, was 2018 ansteht.

„Das Projekt lässt sich aber allen Unkenrufen zum Trotz rentabel realisieren und die Gemeinde wird auf keinen Kosten sitzen bleiben“, betonte Mühlena. Allerdings: „In seinem vollen Umfang ist das Projekt jedoch möglicherweise nicht mehr zu realisieren. Es ist durch Klagen gefährdet.“ Wie berichtet, hat sich der Bau der drei Windparks bei Hohenkirchen, bei Tettens und Haddien mittlerweile um gut ein Jahr verzögert. Nur in Haddien hat der Bau der Fundamente für vier Windräder mit 150 Metern Höhe bereits begonnen.

Ob und wann der Bau der sieben Windkraftanlagen südlich von Tettens und der drei Anlagen südlich von Hohenkirchen beginnen kann, hängt davon ab, wie das Verwaltungsgericht Oldenburg über den Eilantrag des Naturschutzbunds Niedersachsen entscheidet: Der Nabu hatte gegen den vom Landkreis Friesland als Genehmigungsbehörde erteilten sofortigen Baubeginn geklagt und pocht auf die aufschiebende Wirkung seines Eilantrags.

Zudem liegen 18 Widersprüche gegen die Genehmigung der Windparks an beiden Standorten vor, hinzu kommen zwei Normenkontrollanträge gegen die Flächennutzungsplanänderung der Gemeinde Wangerland als Genehmigungsgrundlage für die Windparks.

Angesichts unzähliger anhängiger Anträge, Klagen und Widersprüche gegen Windparkprojekte in der gesamten Region ist offen, wann sich das Verwaltungsgericht mit den Wangerländer Windparks befasst. Und so lange wird sich offenbar der Baubeginn in Hohenkirchen und Tettens verzögern – das Risiko, dass der Nabu Recht bekommt, sei zu groß.

In Reaktion auf die Nabu-Klage, in der unter anderem bemängelt wird, dass die Belange des Vogelschutzes nicht ausreichend berücksichtigt sei, laufen seit Spätsommer offenbar erneute Vogelzählungen auf den Flächen bei Hohenkirchen und Haddien.

Sollte die Zeit nicht mehr reichen, die beiden Windparks bis 31. Dezember fertig zu stellen, „muss für die Flächen südlich Tettens und südlich Hohenkirchen völlig neu geplant werden“, kündigte der Bürgermeister an. Denn drehen sich dann nicht alle geplanten Windräder, muss die Vergütung des Windstroms ausgeschrieben werden – und damit ist die Kalkulation der Gemeinde bzw. ihrer Gesellschaft Bürgerenergie Wangerland (BEW) hinfällig.

„Ziel ist nach wie vor ein Bürgerwindpark mit 51 Prozent Bürgeranteil und guter Rendite. Das lässt sich aber nur mit den derzeitigen Planungen realisieren“, sagte Mühlena. Sollten die Anlagen nicht bis zum 31. Dezember stehen, bedeute das indes nicht das Aus für die Standorte: Dann könnten Mühlena zufolge andere Projektierer und Investoren dort zum Zug kommen. „Es werden dann aber sicher viel höhere Anlagen entstehen“, so Mühlena.

Kenner der Windkraft-Szene berichten, dass der Windrad-Hersteller Enercon in Aurich offenbar großes Interesse hat, die beiden Windpark-Flächen von der Gemeinde zu übernehmen.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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