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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Wahlkampf wird nun ruhiger“

18.06.2018

Wangerooge Schon nach Auszählung der ersten Stimmzettel am Sonntagabend hatte es sich abgezeichnet: Marcel Fangohr, Bürgermeisterkandidat von CDU und Grünen auf Wangerooge, liegt weit vorn. Und lange blieb offen, ob der 36-Jährige eventuell auf Anhieb die absolute Mehrheit gleich im ersten Wahlgang zur Bürgermeisterwahl schaffen kann.

Doch am Ende fehlten ihm knapp 5 Prozentpunkte: Er kam auf 45,22 Prozent der Stimmen – und damit steht auf der Insel eine Stichwahl an. Zur Stichwahl kommt es, wenn keiner der Kandidatinnen und Kandidaten im ersten Wahlgang auf über 50 Prozent der Stimmen kommt.

Das Datum steht: Am 1. Juli sind die 1149 Wahlberechtigten auf Wangerooge erneut zur Bürgermeisterwahl aufgerufen. Dann haben sie die Wahl zwischen Fangohr und Tina Mißmahl zu treffen: Die 45-jährige Parteilose holte im ersten Wahldurchgang 17,77 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei 71,19 Prozent – 818 Bürgerinnen und Bürger machten ihr Kreuz, zwei Wahlscheine waren ungültig. Marcel Fangohr vereinte 369 Wählerstimmen auf sich, Tina Mißmahl kommt auf 145 Stimmen.

Kurios: Uwe Osterloh (SPD), der seine Bewerbung zurückgezogen hatte, aber dennoch auf dem Wahlschein stand, weil sein Rückzug zu spät gekommen war, holte sieben Stimmen (0,86 Prozent).

FDP-Kandidat Nils Krummacker aus Westerstede holte 119 Stimmen (14,58 Prozent), die parteiunabhängigen Einzelbewerber Dr. Fritz Peters 77 Stimmen (9,44 Prozent), Beate Grimm 64 Stimmen (7,84), Christoph Brunswick 21 Stimmen (2,57 Prozent) und Thomas Commichau 14 Stimmen (1,72 Prozent).

„Ich hatte gehofft, dass ich bei der Wahl an die 30 Prozent komme – dass es nun über 45 Prozent sind, war eine große Überraschung“, sagte Marcel Fangohr. Er wird bis zur Stichwahl am 1. Juli wieder seinen Wahlstand aufbauen und versuchen, mit möglichst vielen Wangerooger Wählerinnen und Wählern zu sprechen.

„Ich gehe davon aus, dass der Wahlkampf nun etwas ruhiger wird“, sagte er: „Schon aus Respekt vor Dirk Lindner gilt es, einen sachlichen Wahlkampf zu führen.“ Bürgermeister Lindner (55) war im Januar tragisch und unerwartet gestorben – deshalb muss auf der Insel neu gewählt werden.

Sehr froh und dankbar, dass sie es in die Stichwahl geschafft hat, ist auch Tina Mißmahl. „Jetzt muss ich sehen, was ich daraus mache – ich konnte nicht so recht einschätzen, wie weit ich kommen werden“, sagte sie.

In den zwei Wochen bis zur Stichwahl werde sie ihr Profil nochmals schärfen – „und ich hoffe, dass ich die Wangerooger Wählerinnen und Wähler überzeugen kann.“

FDP-Kandidat Nils Krummacker postete nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses: „Danke an alle für ihre Unterstützung. Leider hat es für mich nicht gereicht. Ich wünsche Wangerooge alles Gute, ich wäre gerne auf die Insel gekommen.“

Und Beate Grimm kommentierte das Ergebnis: „Meinungsfreiheit ist unser höchstes Gut. Ich habe sie auch genutzt und Ihr habt demokratisch entschieden. Ich gratuliere meinen Mitstreitern zu dem Ergebnis und wünsche den Wangeroogerinnen und Wangeroogern bestmögliche Erfolge.“

Am Dienstag, 19. Juni, kommt um 15.30 Uhr der Gemeinde-Wahlausschuss im Sitzungszimmer der Gemeindeverwaltung zusammen: Dann wird das Wahlergebnis amtlich festgestellt.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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