• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Ehrenmal Auf Wangerooge: Efeu zerstört die Gedenkplatte

20.11.2019

Wangerooge Das Wangerooger Ehrenmal auf den Dünen westlich der „Oase“ ist ein verschwiegener Ort des Gedenkens. Auf den Resten des einstigen Befehlsbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg steht ein hohes Holzkreuz, das weithin sichtbar ist.

Wer jedoch in diesen trüben Tagen das Ehrenmal aufsuchen möchte, steht vor einer provisorischen Absperrung. Eine Namenstafel des Bunkergrabs ist herabgefallen und dabei auseinandergesprungen.

Zuständig für die Pflege des Ehrenmals ist die Gemeinde Wangerooge. Das teilte der Bezirksverband Oldenburg des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf Anfrage mit. In der Gemeindeverwaltung scheint der Schaden noch nicht bekannt zu sein, ergaben Recherchen der NWZ.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das Bunkergrab ist eine von drei Kriegsgräber-Gedenkstätten auf der Insel. Auf dem Dorfplatz bei der St. Nikolai-Kirche erinnert ein Ehrenmal an die Wangerooger Opfer der Weltkriege. Auf dem Ehrenfriedhof am Fußweg zum Westen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg der Gebeine der Opfer des Bombenangriffs vom 25. April 1945 beigesetzt.

Der Befehlsbunker des Inselkommandanten – der so genannte „Hartmannstand“ – wurde bei dem Fliegerangriff zum Massengrab: Eine der rund 6000 Bomben, die von den Alliierten 14 Tage vor Kriegsende auf Wangerooge abgeworfen wurden, durchschlug die Betondecke des Bunkers und explodierte im Befehlsraum. Zwölf Soldaten und acht Marinehelferinnen fanden den Tod.

Nur eine Marinehelferin und ein Obergefreiter, die sich in der Gasschleuse aufgehalten hatten, überlebten das Inferno.

Da die Opfer zerfetzt vorgefunden wurden, ließ man die Leichen dort drinnen und mauerte den Bunker zu. Nach dem dort tätigen Oberleutnant zur See hieß der Befehlsbunker im Militärjargon „Hartmannstand“.

An der Südseite des Bunkers stehen auf einer zweiteiligen Steintafel die Namen der Toten. Eine Hälfte wurde jetzt vom wuchernden Efeu an der Mauer aus der Verankerung gedrückt und ist zerborsten. Zum 75. Jahrestag des Fliegerangriffs im nächsten April sollte die Gedenkstätte eigentlich in Ordnung sein.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.