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NWZonline.de Region Friesland Politik

Politik: Bau muss erneut überprüft werden

07.04.2018

Wangerooge Der Neubau an der Zedeliusstraße 45 auf Wangerooge ist am Dienstag, 10. April, Thema im Bauausschuss. Nicht nur einigen Ratsmitgliedern, auch vielen Insulanern ist die große verglaste Veranda negativ aufgefallen. Bereits im März hat dort ein Restaurant eröffnet.

Die Ausschussmitglieder beraten jetzt über einen Nachtragsbauantrag vom 19. März. Denn: Die ursprünglich beantragte Veranda war einstimmig in der Ratssitzung am 15. Dezember 2016 abgelehnt worden. Der Grund: Sie entsprach nicht den Wangerooger Richtlinien.

So wollte der Antragsteller feste Elemente an den Seiten bauen – und das ist nicht gestattet. Der Anbau müsse nach vorn vollständig offen sein, betonten Bürgermeister und Ratsmitglieder damals.

Doch schon damals rechneten Wangerooges Rat und Verwaltung damit, dass ihnen bald ein neuer Antrag vorgelegt wird. Und sofern dann die festen Elemente nicht mehr eingeplant seien, müsse man dem zustimmen, hieß es vor eineinhalb Jahren. Auch wenn einige Ratsmitglieder andeuteten, dass sie dieses Bauvorhaben nicht gern sehen, da die Veranda gegenüber vom Anbau des Hotels Hanken sehr dicht an die Straße heranragt und sie um einiges enger machen würde.

Dann, am 30. März 2017, kam tatsächlich ein neuer Antrag: Aus den nachgeforderten Bauvorlagen war dann ersichtlich, dass die Veranda durch Ganzglasfaltelemente zur Zedeliusstraße hin vollständig geöffnet werden kann.

Die Verwaltung wies darauf hin, dass

das Dach satzungskonform aus Glas sein muss (die Satzung lässt die ursprünglich beantragte Kupferdacheindeckung nicht zu)

die zur Straße zu erstellenden Ganzglasfaltelemente vollständig zu öffnen sein müssen

die dazu eingereichten Planzeichnungen (Ganzglasfaltelemente, Dach) Gegenstand der Genehmigung sein sollen.

Unter Voraussetzung dieser Festlegungen hatte der Rat damals einstimmig für die Änderung des Bebauungsplans gestimmt. Aber: „Nun sind wir alle aber nach Abnahme der verhüllenden Pläne vor vollendete Tatsachen gestellt worden und der Bau entspricht nicht dem, was in den Sitzungen von Bauausschuss und Rat vorgestellt wurde“, bemängelt FDP-Ratsfrau Petra Tiessen.

„Recht auf umfassende Überprüfung von Bauvorhaben“

Im Bauausschuss (Sitzungsbeginn ist am 10. April um 18.30 Uhr im Sitzungsraum der Gemeinde) wird über das weitere Vorgehen bei dem Bau Zedeliusstraße 45 beraten: Der Bauherr hat einen nachträglichen Bauantrag für das fertige Objekt vorgelegt.

Die Sprecherin des Landkreises als Genehmigungsbehörde war trotz mehrfacher Nachfrage nicht in der Lage, Auskunft zu geben, ob und was die Kreis-Baubehörde genehmigt hat.

Wangerooges Rat und Verwaltung haben eine Überprüfung der Baugenehmigung angestrebt – sollte der Bau nicht den genehmigten Plänen entsprechen, können Stilllegung und Rückbau angeordnet werden.

Für FDP-Ratsfrau Petra Tiessen stellt sich bei diesem Fall die grundsätzliche Frage, ob Rat und Verwaltung die Genehmigungspraxis bei Bauvorhaben und die seit Jahren nie überarbeiteten Entscheidungsrichtlinien überarbeiten müssen: „Die Frage ,Wie eröffne ich weiteren Investitionen einen Weg‘ wird nur in Zusammenhang mit Großinvestitionen, Leuchtturmprojekten und anderen Master-Entscheidungen gestellt – und auch bearbeitet. Bei kleineren Entscheidungen überlässt man der Verwaltung den Vorgang ganz und nickt nur ab“, kritisiert sie.

Dass das Recht auf umfassende Überprüfung auch jedem kleineren Investor an der Zedeliusstraße und auf der Insel zustehe, sei Grundsatz der FDP auf Wangerooge. „Wenn für die fragliche Baustelle ein korrekter Bauantrag für das bereits gebaute Objekt gestellt wird, werde ich diesem so zustimmen“, teilt sie mit.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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