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NWZonline.de Region Friesland Politik

Wahlkampf: Auf Attacke folgt Gegenangriff

13.06.2018

Wangerooge Der Endspurt auf die Wangerooger Bürgermeisterwahl am 17. Juni läuft – und nun wird der Ton richtig rau: Kandidatin Beate Grimm, die unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit zur SPD ihren Hut in den Ring geworfen hat, hat die FDP attackiert – und zwar Ratsfrau Petra Tiessen und Bürgermeisterkandidat Nils Krummacker. Der Gegenangriff ließ nicht auf sich warten.

Krummacker forderte am Dienstag von Grimm, sie solle sich „von den ... Behauptungen distanzieren ... und sich öffentlich bei allen Betroffenen entschuldigen“. Er spricht von „Entgleisung“ und kündigt an, er behalte sich vor, nach der Wahl sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen Grimm vorzugehen: „Die Behauptung, ich würde nach meiner eventuellen Wahl mein Amt missbrauchen, um einzelnen Personen Vorteile zu verschaffen, ist eine Frechheit und Verleumdung“, so Krummacker.

Beate Grimm hatte ein Statement von Tiessen aufgegriffen, in dem die FDP-Frau die Kandidatur Grimms in allerletzter Minute kritisiert hatte. „Unprofessionalität, Inkompetenz und Selbstüberschätzung“ hatte Petra Tiessen Grimm vorgeworfen.

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„Bis dato habe ich diese Presseerklärung unkommentiert gelassen. Eine Nachricht, die mir zugestellt wurde, beschreibt die Situation aber deutlich und die möchte ich euch nicht vorenthalten“, schlug Beate Grimm nun zurück: Ein „Demokrat ohne jegliche Parteizugehörigkeit und großer Freund der Insel“ aus Siegen hatte die Kritik Tiessens zum Anlass genommen, um über ihre Geschäftstätigkeit zu „recherchieren“: Er wolle seinen „Teil dazu beitragen, offenen Austausch der Kandidaten zu fördern“.

Unterstützer aus Siegen

Der Siegener wirft Tiessen vor, als Ratsmitglied ihr eigenes Wohl mit der Wahl des Bürgermeisters zu verknüpfen: Denn das Hotel „Villa im Park“, seit 2017 im Besitz der Familie Tiessen, werde in Großteilen zum Verkauf angeboten. Tiessen „zerstört damit ein schönes Hotel mit Tradition“, so der Siegener.

Beate Grimm machte sich diese „Recherche“ zu eigen und setzte nun in einem Post auf ihrer Facebook-Seite noch einen drauf: „So ganz nebenbei: In der Peterstraße 11 soll im Herbst ein Hotel, das sich ebenfalls im Eigentum der Familie Tiessen befand, abgerissen werden. Was soll entstehen? 16 Neubauwohnungen. Sicher nicht für die Bewohner der Insel. Der Bebauungsplan lässt es aber zu. Was soll das?“

Grimm zufolge wurde keine Genehmigung zum Verkauf dieser Eigentumswohnungen beantragt – „und würde auch nicht erteilt. Denn: Es greift unsere Satzung zur Sicherung von Gebieten mit Fremdenverkehrsfunktion, die die Begründung oder Teilung von Wohnungseigentum oder Teileigentum unter Genehmigungsvorbehalt stellt“.

Und weiter: „Wird versucht, auf der Insel ein Netzwerk zu bauen, das diese Aktivitäten unterstützt? Zum Beispiel durch einen Kandidaten vom Festland, der sich auf der Insel zur Wahl stellt, sein zweites politisches Glück auf Wangerooge sucht, nachdem er zuvor unter der Flagge der FDP auf ein Mandat im Bundestag gesetzt hatte.“ Beate Grimm spricht von „über 4 Mio.€, die auf der Insel durch Spekulationsgeschäfte versilbert werden sollen“.

Die Familie Tiessen-Borrmann – Mark Borrmann und seine Kinder Jasper und Louise, aber nicht Petra Tiessen sind Eigentümer der Immobilien – hat auf diese Aussagen Grimms hin ebenfalls angekündigt, einen Anwalt zu beauftragen: Man werde alle rechtlichen Schritte ausschöpfen.

„Statement scheinheilig“

„Das scheinheilige Statement, dass die Zerstörung gewachsener Hotelbetriebe beendet werden muss, können wir nur mit der Feststellung beantworten, dass wir bei der Erhaltung unserer Hotels bisher nur Steine von der Verwaltung in den Weg gelegt bekommen haben“, teilt Borrmann mit: Die Bauvoranfrage zur Errichtung eines Mansarddachs sei abgelehnt worden – trotz des Angebots eines objektbezogenen städtebaulichen Vertrags, in dem der Fortbestand des Hotels im Grundbuch gesichert werde.

An der Peterstraße habe die Eigentümer-Familie versucht, fünf Wohnungen für Insulaner/Angestellte zu projektieren. „Das Projekt wurde dem Gemeinderat vorgestellt und entsprechend der negativen Beschlussvorlage der Verwaltung abgelehnt. Deshalb entstehen dort nun Wohnungen für den gehobenen Markt und keine Mietwohnungen“, so Borrmann. Er wirft der Verwaltung vor, Projekte zu verhindern, wenn der Name Tiessen auftauche.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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