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NWZonline.de Region Friesland Politik

Keine Kohle für Kurverwaltung

21.12.2018

Wangerooge Die Gemeinde Wangerooge wird den Bilanzverlust der Kurverwaltung von gut 781 000 Euro aus 2017 diesmal nicht ausgleichen. Das hat der Rat jetzt mehrheitlich beschlossen. „Damit gelingt es der Gemeinde, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, das lässt Spielraum für Investitionen“, begründet Bürgermeister Marcel Fangohr die Entscheidung.

Die Kurverwaltung kämpft seit Jahren mit einem großen Defizit. Bisher hat die ohnehin klamme Inselgemeinde den Verlust ausgeglichen. „Diesmal setzen wir aus“, sagt Fangohr. Das sei möglich, weil die Gemeinde auf Grundlage der Niedersächsischen Kommunalverfassung nur alle fünf Jahre zum Ausgleich verpflichtet ist. Rat und Verwaltung hoffen nun auf den Verkauf des Filetgrundstücks an der oberen Strandpromenade – dort ist bisher die Verwaltung untergebracht. „Wir hoffen, dass wir 2019 einen Abschluss erzielen können“, sagt Fangohr. Damit könnte der Bilanzverlust der Kurverwaltung ausgeglichen werden und es sei genug Geld übrig für einen Verwaltungsneubau und weitere Investitionen.

Einstimmig wurde der Betriebsleiter der Kurverwaltung, der Anfang 2018 verstorbene Bürgermeister Dirk Lindner, entlastet.

Weitere Beschlüsse des Insel-Rats

Die Gebühren für die Straßenreinigung bleiben 2019 und 2020 konstant. Mit einem Anstieg der Gebühren muss erst 2021 gerechnet werden. Sie belaufen sich derzeit auf 2,70 Euro je Meter Straßenfront. Die Gemeinde legt für ihre Berechnungen insgesamt 20 300 Kehrmeter zugrunde.

Die Gebühren zur Abwasserbeseitigung steigen 2019 von derzeit 3,31 Euro pro Kubikmeter auf 3,90 Euro. Kostendeckend wäre eine Gebühr von 4,21 Euro pro Kubikmeter. Mit der Gebühr von 3,90 Euro pro Kubikmeter ergibt sich eine Unterdeckung von 60 000 Euro.

Dem Gesellschaftervertrag der Wangerooger Flughafen GmbH wurde zugestimmt.

Der Mitgliedschaft der Gemeinde Wangerooge beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) wurde zugestimmt. Der OOWV sorgt für die Trinkwasserversorgung auf der Insel.

Außerdem hat der Rat einer Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr um 95,50 Euro pro Monat zugestimmt.

Viel Geld, nämlich 3,6 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren, soll in die Insel-Kläranlage investiert werden. 2019 sollen drei Pumpen im Hauptpumpwerk ausgetauscht werden. Sie sind alt und abgängig. Hinzu kommt eine neue Steuerungstechnik. Außerdem soll künftig Wasser aus dem Regenrückhaltebecken, das bei Starkregen überzulaufen droht und schon mehrfach von der Feuerwehr leergepumpt werden musste, in einen angrenzenden Graben abgeleitet werden. Noch 2019 soll dann auch mit der eigentlichen Sanierung der Kläranlage begonnen werden.

Weiterer Beratungsbedarf besteht beim Kindergarten Wangerooge. Wie berichtet, stehen Pläne für einen Neubau auf dem Gelände des DRK-Kurheims „Villa Kunterbunt“ im Raum. Gut 1,9 Millionen Euro soll das neue Gebäude kosten.

Viel Geld, finden Rat und Verwaltung. Deswegen überlegen sie nun, ob sich die Baukosten senken lassen. Die Kommune müsste zwar keine Kredite tilgen, aber Zinsen und Abschreibungen finanzieren. Auch deswegen denken Rat und Verwaltung darüber nach, ob der Kindergarten nicht doch im Gebäude an der Jadestraße bleiben könnte. Dort befindet sich der Kindergarten im Gebäude der ev. Kirche, aber in Trägerschaft des DRK.

Die Gemeinde übernimmt die Instandhaltung und zahlt die Kosten. Die beliefen sich bis 2017 auf 140 000 Euro jährlich. Kommt der Neubau, dann steigen sie auf gut 260 000 Euro ab 2020. „Das sind Mehrausgaben von 120 000 Euro pro Jahr“, betont Fangohr. Nun sollen weitere Gespräche mit dem DRK und dem Landkreis folgen.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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