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NWZonline.de Region Friesland Politik

Kommunalpolitik: „Wir haben es ganz gut hinbekommen“

15.10.2016

Sande „Die Untertunnelung des Bahnübergangs Deichstraße – die hätte ich in meiner aktiven Zeit als Ratsfrau noch gerne erlebt“, sagt Christel Bohlen.

Und auch Folkert Feeken hätte sich gewünscht, dass das Riesenprojekt Bahnumfahrung Sande in seiner Zeit als Ratsmitglied schon in einem viel weiter fortgeschrittenem Stadium wäre.

35 und 25 Jahre lang gehören Christel Bohlen und Folkert Feeken für die CDU dem Sander Gemeinderat an, inzwischen sind beide hoch in den 70ern beziehungsweise 80 Jahre alt. Ein Alter, in dem beide für sich entscheiden haben: „Es war gut. Es war arbeitsreich und spannend. Aber nun ist Zeit, aufzuhören und Platz zu machen für Jüngere.“ Zur Kommunalwahl traten beide nicht mehr an. Am Mittwoch, 19. Oktober, werden Christel Bohlen und Folkert Feeken auf der letzten Sitzung des alten Gemeinderates geehrt und verabschiedet. Mit ihnen verlassen sechs weitere Mitglieder den Rat – allesamt mit deutlich weniger „Dienstjahren“.

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Christel Bohlen stammt aus einem CDU-geprägten Eltern- und Großelternhaus. 1981 zog sie erstmals in den Gemeinderat ein, wurde gleich Vorsitzende im Schulausschuss. Ihr erster Erfolg: Die Grundschule Cäciliengroden bekam einen neuen Bodenbelag. Einen, an dem man sich nicht die Knie blutig schrammte, wenn man hinfiel. Nicht nur ihre Tochter kam zu jener Zeit öfter mit lädierten Knien nach Hause, wenn in der Schule wieder zu wild getobt wurde.

Auch Folkert Feeken rutschte über die Schule in die Politik: Er wurde als Vater dreier Kinder Gemeindeelternratsvorsitzender, später CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender. 1991 trat er erstmals bei der Kommunalwahl an.

Ob Schulen, Straßen und Feuerwehrwesen oder Kinder, Jugend und Soziales, ob Bauen und Umwelt, Sport, Kultur und Tourismus oder Wirtschaft und Finanzen: Bohlen wie auch Feeken haben in nahezu allen Fachausschüssen mitgearbeitet. Sich in unzählige Themen eingelesen, sich Hintergrundwissen und eine Meinung erarbeitet. Und doch: Sie waren immer Opposition, mussten sich letztlich stets mit dem arrangieren, was die SPD mit ihrer Mehrheit beschloss. „Sie müssen die strittigen Punkte im Sitzungszimmer lassen und nicht mit nach Hause nehmen. Sonst baut sich Frust auf“, sagt Feeken.

„Wir haben an vielen Themen mitgearbeitet und manches mit angeschoben“, sagt Christel Bohlen. Was sie nicht leiden kann, ist, unvorbereitet zur Sitzung zu kommen. Themen verstehen, um mitreden zu können und zu wissen, worüber diskutiert und entscheiden werden soll, sei das A und O guter Ratsarbeit. „Zuhören, lesen, lernen – das ist wichtig“, sagt Christel Bohlen.

Und Feeken meint: „Es hat viel Arbeit gekostet, aber ich kann mich beruhigt zurücklehnen. Wir haben es für die Bürger getan – und eigentlich ganz gut hinbekommen.“

Auch im SPD dominierten Rat gelang der CDU manch kleiner und größerer Erfolg. Einer war, dass 2001 ihr Bürgermeisterkandidat Josef Weselmann gegen den Kandidaten der SPD gewann und Bürgermeister wurde. Folkert Feeken hatte dann die ehrenvolle Aufgabe, Wesselmann als ersten hauptamtlichen Bürgermeister zu vereidigen.

Auch als Politik-Ruheständler werden Bohlen und Feeken nicht unpolitisch. „Natürlich werde ich weiter verfolgen was im Rat diskutiert und beschlossen wird“, sagt Folkert Feeken. Einmischen werden sich beide, die als Beisitzer weiterhin zum Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes Sande gehören, aber nicht: „Ich werde sicher nicht als Schlaumeier auftreten und ungefragt Ratschläge geben“, sagt Bohlen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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