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NWZonline.de Region Friesland Politik

REISEBERICHT: „Wir haben richtiges Projekt aufgelegt“

20.09.2005

ZETEL /BERUWELA In der kurzen Zeit ihres Aufenthaltes haben sie viele Eindrücke gesammelt. Morgen wird die Delegation in Zetel zurück erwartet.

Von dagmar de Levie ZETEL/BERUWELA - „Wir sind in eine andere Welt eingetaucht“, schrieb Zetels Gemeindedirektor Heiner Lauxtermann jetzt aus Sri Lanka an die NWZ-Redaktion Varel. Gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Pauluschke und dem Ehepaar Gunda und Walter Dittel reiste der Verwaltungschef am vergangenen Mittwoch in die Region Beruwela, um sechs Häuser an obdachlose Familien zu übergeben, die aus Geldern der Aktion „Zetel hilft Sri Lanka“ und dem NWZ-Spendentopf „Seebebenopfer“ finanziert worden waren. Gleich nach ihrer Ankunft – zu diesem Zeitpunkt waren sie bereits 24 Stunden unterwegs – fuhren die Zeteler zum Tempelberg Pajagele. Dort leben die Familien, „denen wir helfen wollten“, schreibt Lauxtermann.

„Die Begegnung mit den Menschen dort hat mich um die Fassung gebracht. Auf welch engstem Raum und unter welchen Bedingungen die Menschen hier seit nun schon neun Monaten leben, geht über meine europäische Vorstellungskraft“, beschreibt er die Zustände vor Ort und ist überzeugt: „Wir haben das richtige Projekt aufgelegt.“ „Wir haben mit Mohan und Thilak auf gute Leute gesetzt, die Häuser sind von ausgezeichnetem Standard und in sehr guter Bauausführung“, berichtet Lauxtermann über die beiden Mittelsmänner, denen das Haus-Projekt vor Ort anvertraut war.

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In einer feierlichen Zeremonie erhielten die Familien am vergangenen Freitag ihre Hausschlüssel. Dabei war auch der Minister of Power und Energy, Kumara Welgama, sowie Piyal Nishanta, der stellvertretende Bürgermeister von Beruwela. Die Hausübergabe schildert Lauxtermann als „unvergesslichen Augenblick für jeden von uns. Wir können die Welt nicht verbessern. Aber wir haben mit diesen Häusern sechs Familien eine Perspektive gegeben“, sagt er. Die neuen Besitzer seien dankbar und glücklich und zeigten das auch. „Fast bin ich beschämt, wenn ich daran denke, über was für Kleinigkeiten wir uns bei uns Sorgen machen“, erzählt Lauxtermann.

Die Zeteler Delegation besuchte auch ein Projekt von World Vision, bei dem 50 Häuser unter Beteiligung der Regierung von Sri Lanka für Tsunamie-Opfer gebaut werden. „Hier sollten wir laut Regierung auch unsere Spenden einbringen, Walter Dittel hatte aber vorgeschlagen, ein eigenes Projekt zu machen“, berichtet Lauxtermann und beobachtete vor Ort, dass das auch genau richtig gewesen war, denn bei dem World-Vision-Projekt sind die Baumaßnahmen seit dem Frühjahr nicht vorangekommen. „Die Häuser sind kleiner als unsere und in einer Ausführung, die jeder Beschreibung spottet“, schreibt Lauxtermann. „Weil die Steine von schlechter Qualität sind und zerbröseln, nennen wir diesen Ort Bröselhausen. Wir haben das Geld unserer Spender besser angelegt“, ist er über die Entscheidung froh, ein eigenes Projekt realisiert zu haben. Auch an den Bau weiterer Häuser ist gedacht, die Grundstücke dafür sind bereits gesichert, sagt Lauxtermann.

Morgen werden er, Pauluschke und das Ehepaar Dittel in Zetel zurück erwartet – nach aufregenden und beeindruckenden Tagen in Beruwela. Der Neuenburger Ralf Stengler, der sie zum Flughafen Düsseldorf chauffiert hatte, wird sie von dort auch wieder abholen.

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