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NWZonline.de Region Friesland Politik

Zeit für die schönen Dinge

10.03.2017

Bockhorn „Wir werden bestimmt nicht aufhören, sondern noch mehr tun“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Bockhorn, Gisela Schweers-Steindor, am Mittwochabend. Es war der 8. März, Weltfrauentag. Anlässlich des Internationalen Frauentags sprach sie von Gleichberechtigung, Frauenrechten, Chancen am Arbeitsplatz und Achtung der Frauen in aller Welt. Insbesondere ging sie vor den 200 Gästen bei der Veranstaltung der Gemeinde im Hotel Hornbüssel auf die Situation der Frauen in Saudi-Arabien ein.

Dort werde das Leben jeder Frau von der Geburt bis zum Tode durch einen Mann kontrolliert. Ohne seine Erlaubnis dürften sie keinen Job annehmen oder eine Wohnung mieten. Und Auto fahren dürften Frauen dort schon gar nicht. „Wir müssen ihnen Mut machen, indem wir ihnen sagen, dass sie sehr viel wert sind“, so die Gleichstellungsbeauftragte. Generell sollten Frauen auf der ganzen Welt sich selbst wichtig nehmen und sich auch Zeit für die schönen Dinge des Lebens gönnen, meint Gisela Schweers-Steindor.

Bürgermeister Andreas Meinen stellte fest: „Oft wiederholen sich die Themen, weil viele Probleme noch nicht gelöst sind, aber unsere Gesellschaft ist in Bewegung.“

Und dann gab es an diesem Abend natürlich auch die schönen Dinge des Lebens. Die Frauen erlebten eine „Ladies Night“ mit Annie Heger und Vanessa Maurischat. Die beiden Wahl-Berlinerinnen boten einen Abend mit Musik, Kabarett und mehr. Sie nutzten den Auftritt in Bockhorn zur Probe für ihr neues Programm „Eine geht noch“, mit dem die Künstlerinnen offiziell ab April auf Tournee gehen. Annie erzählte von ihrem Aufwachsen in einer ostfriesischen Großfamilie. „Da hieß es, Geduld haben und Ellenbogen einsetzten.“ Ebenso seien die Weihnachtsfeiern eine familiäre Belastungsprobe, aber sie hätten wenigstens die ostfriesische Wirtschaft angekurbelt. Und Anni Heger tat kund: „Ein veganer Ostfriese ist so etwas wie eine geile Nonne.“

Vanessa beschrieb das Leben in der Hauptstadt, berichtete von Alkoholexzessen und meinte: „Ich kann von Vielem ein bisschen, aber nicht richtig.“ Die Damen nahmen eine Analyse von Liebesliedern vor, denen es oft an Sinn und Logik fehle und stellten fest: „Liebe ist nur eine Veränderung des Hormonhaushalts.“ Sie sangen und erzählten von belegten Schnittchen, Altersheimen, Bockhorner Matjes, gaben Eigenkompositionen und Liedgut aus aller Welt zum Besten. Viel Beifall erhielten die Künstlerinnen auch für den Vergleich von Mann und Frau anhand des Lebens von Würmern. Nach gut zwei Stunden ging der unterhaltsame Feiertagsabend zu Ende und gut gelaunte Frauen begaben sich auf den Heimweg.

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Hotel Hornbüssel

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