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NWZonline.de Region Friesland Politik

Kammer nicht mehr im Bundestag

26.09.2017

Zetel „Ich habe mir den Abschied etwas anders vorgestellt, aber das ist Demokratie“, sagt Hans-Werner Kammer. Er scheidet nach zwölf Jahren als Abgeordneter der CDU aus dem Bundestag aus. Bei der Bundestagswahl ist er weder als Direktkandidat seines Wahlkreises gewählt worden, noch haben die Ergebnisse der Zweitstimmen für ihn gereicht, um ein Mandat über die Liste zu bekommen. „Ich bin enttäuscht, das ist ganz klar. Das war im Vorfeld so nicht zu erwarten“, sagt Kammer im Gespräch mit der NWZ.

Am Wahlmorgen bei der Stimmabgabe war Hans-Werner Kammer noch zuversichtlich, den Wahlkreis zu gewinnen. Doch am Abend deutete sich nach den hohen Verlusten, die die Bundespartei eingefahren hat, die Tendenz an. Entsprechend schlecht war die Stimmung bei der Wahlparty im Neuenburger Hof.

„Wir müssen auch erkennen, wenn wir die Erst- und Zweitstimmen anschauen, dass auch viele Erststimmen der anderen Parteien bei Frau Möller gelandet sind. Wir konnten von keiner anderen Partei Erststimmen ziehen, und auch von der CDU sind einige Erststimmen abgewandert“, analysiert der 69-jährige Zeteler. Siemtje Möller ist für die SPD als Direktkandidatin in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Er werde sich jetzt aus der Bundespolitik zurückziehen und auch seinen Zweitwohnsitz in Berlin aufgeben. Als Ratsherr der Gemeinde Zetel aber werde er weiterhin politisch aktiv sein.

Seit 2005 ist Hans-Werner Kammer mit einer kurzen Unterbrechung Mitglied im Deutschen Bundestag gewesen. Für den Wahlkreis Friesland/Wilhelmshaven/Wittmund hat er in seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter einiges erreicht, unter anderem hat er erhebliche Sanierungsmittel für das Amtsgericht Varel erwirkt. Außerdem hat er sich in seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter für die maritime Wirtschaft, die Schifffahrtsverwaltung, Infrastrukturmaßnahmen und den Jade-Weser-Port eingesetzt.

Auch Rainer Hajek (CDU) aus Bockhorn ist nicht erneut in den Bundestag eingezogen. Er hatte allerdings auch nicht damit gerechnet – der 72-Jährige stand als Vorsitzender der Seniorenunion auf Platz 33 der Liste. „Es war für mich eine ganz aufregende Zeit als Bundestagsabgeordneter und ich habe viel dazugelernt. Ich weiß jetzt, wie Politik in Berlin funktioniert. Natürlich hätte gerne noch ein bisschen weitergemacht, um noch bestimmte Dinge im Gesundheitswesen voranzubringen. Aber dass ich ausgeschieden bin, ist kein Problem für mich“, sagt Hajek. Schade finde er aber, dass der Wahlkreis jetzt nicht mehr drei, sondern mit Siemtje Möller nur noch eine Bundestagsabgeordnete hat. „Das ist nicht gut für die Region.“