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NWZonline.de Region Friesland Politik

Zusammenarbeit für Familien

26.05.2017

Friesland Mehr zusammenarbeiten und vernetzen, Kräfte bündeln und einen Mehrwert für alle rausholen – das ist zumindest die Idee des Landkreises Friesland und seinen Familien- und Kinderservicebüros (FamKis). Denn sie wollen künftig Familienzentren für die Städten und Gemeinden des Landkreises einrichten.

Seit 2006 hat der Landkreis FamKis in Jever, Schortens, Sande, Wangerland, Wangerooge, Varel, Bockhorn und Zetel. „Ursprünglich war die Idee, dass die Einrichtungen Kindertagespflegen vermitteln“, sagt Tatjana Meisner, aus dem FamKi in Bockhorn. „Schnell hat sich das Angebot dann aber erweitert, da sich auch die Gesprächsthemen der Kunden änderten. Alleinerziehende Mütter suchten zum Beispiel Rat aufgrund der Trotzphasen ihres Kindes.“ Entweder half dann das FamKi selbst – oder es vermittelte an den richtigen Ansprechpartner bei den jeweiligen Problemen.

Da die Themen relativ weitreichend sind und sich möglicherweise auch mit anderen Angeboten der Städten und Gemeinden für Familien überschneiden, möchte der Landkreis nun sogenannte „Familienzentren“ einrichten. „Die können räumlich sein, aber auch virtuell“, sagte Landrat Sven Ambrosy. Die Idee sei nur, dass verschiedene Bereiche noch enger zusammenarbeiten. „So können wir auch Doppelarbeit vermeiden“, sagte Birgit Renken vom Fachbereich Jugend, Familie, Schule und Kultur des Landkreises.

Ziel eines Familienzentrums ist es, Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zur Seite zu stehen. Dabei sei es wichtig, die Angebote niederschwellig zu halten sowie alltagsnah und ohne Hemmschwelle gestaltet werden. „Viele bringen uns nut mit dem Begriff Jugendamt in Verbindung“, sagte Samira Busse, vom Famki in Varel. „Das ist der Grund, weshalb sie fern bleiben. Wir hoffen, dass sich das mit der Einrichtung der Familienzentren ändert.“

Derzeit sind die Initiatoren noch in Gesprächen mit den einzelnen Städten und Gemeinden in Friesland. Aber noch in diesem Jahr sollen die Familienzentren eingerichtet werden. „Mit Wangerooge und dem Wangerland haben wir aber sogar schon Verbindlichkeiten, dass wir zusammenabreiten werden“, sagte Birgit Renken.

Die Idee und die Kosten

D ie Idee des Landkreises ist, das alle Akteure einer Stadt und einer Gemeinde, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu tun haben, künftig enger zusammenarbeiten. Das soll dann unter dem Dach des sogenannten Familienzentrums sein. Die Zusammenarbeit kann an einem Ort geschehen oder virtuell sein. Das heißt: jeder der Akteure arbeitet an seinem Platz weiter – hat aber stets Kontakt zu den anderen.

Angebote eines Familienzentrums können unter anderem sein:

Elterncafés
Feste Sprechstunden des Jugendamtes
Sprechstunden und Kursangebote der Familienhebammen des Landkreises
Plattform für ehrenamtliches Engagement
Angebote der Familienbildung
Vermittlung von Kindertagesbetreuung
Beratungsangebote (Familienberatung, Schuldnerberatung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Altenberatung)

Für die Umsetzung dieser Familienzentren hat der Landkreis 40 000 Euro im Haushalt eingeplant. 30 000 Euro sind davon Eigenanteil, 10 000 Euro kommen zusätzlich aus einem Fördertopf des Landes Niedersachsen zur Familienförderung.

Das Geld wird auf die einzelnen Kommunen in Friesland aufgeteilt (acht mal 5000 Euro, also für Jever, Schortens, Sande, Wangerooge, Wangerland, Varel, Bockhorn, Zetel). Bisher stand der Arbeit der Familien- und Kinderservicebüros in jeder Kommune 2500 Euro, also die Hälfte, zur Verfügung.

Insgesamt hatten die Familien- und Kinderservicebüros im vergangenen Jahr 245 langfristige Kunden. Hinzu kommen Kunden für kurze Gespräche oder zum Beispiel zur Vermittlung der Tagespflege (133 Kunden).

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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