„Nicht das schemenhaft festgestellte Burggelände im Grünland westlich der Rosenstraße ist gemeint, sondern das Stückchen Friesische Wehde drum herum; durch Ablehmen tiefer gelegt, vor 50 Jahren mit Ziegeleischutt planiert, dann landwirtschaftlich extensiv genutzt. Es geht um diesen Dorfanger, auf den alle baubeseelten Bockhorner Politiker wie gebannt starren.
Früher, im 19. Jahrhundert, haben hier die „Tichelbuurn“ und zeitweilig die Wilhelmshavener Preußen mit Ziegelbrennen Umwelt und Landschaft verändert. 1970 war Schluss mit Klinkern und 1992 veräußerte man das Lauwsche Erbe an die Gemeinde. Dann, ab 1999 wurde der baubesessene Gemeinderat als Lobbyist der örtlichen Bauwirtschaft tätig. Ohne gültige Bauleitplanung hatte ein gut vernetztes Ratsmitglied bereits seine Baugelüste ausgelebt. Mit baubürokratischen Verrenkungen wurde seine Sünde legalisiert.
Das löste eine jahrelange Welle von angeblich sozial begründeten Bauanträgen aller politischen Gruppierungen aus: schon 1999 dann 2008 das grüne Lager, 2002 und 2006 das rote und schließlich 2010 und 2016 das konservative Lager. Das geht nun 2020 zwecks persönlicher und Gruppen-Profilierung aufs Ganze. Alles natürlich nur zum Wohl der Gemeindekasse, also dem Volkswohl.
Natur- und Umweltzerstörung zum Wohl der Bürger – die aber erst noch nach Bockhorn gelockt werden müssen. Naturvernichtung für eine ungewisse Zukunft.“
