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Premium Aerotec Zukunft des Werks in Varel ungewiss

Christopher Hanraets

Varel - Ein Verkauf oder ein „Partnermodell“ ist die favorisierte Lösung von Airbus für den Umgang mit einigen Premium-Aerotec-Werken – darunter auch der Standort Varel mit seinen 1300 Beschäftigten. Das machte André Walter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus Commercial in Deutschland, am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz deutlich.

„Wir können natürlich noch keine Namen nennen, weil der Prozess offiziell noch nicht gestartet ist, aber es sind unterschiedliche Unternehmen aktiv“, so Walter. Sich mit einem Partner zusammen zu tun sei besser, weil man dann eine „größere, kritische Masse im Zerspanungsbereich“ erreiche.

Darum geht es bei Airbus

Airbus will aus dem Tochterunternehmen Premium Aerotec zwei neue Unternehmen formen: Ein Unternehmen soll sich künftig auf die Flugzeugstruktur-Montage konzentrieren, das andere – dazu würde auch das Werk in Varel gehören – soll sich auf die Fertigung von Klein- und Einzelteilen fokussieren. Airbus will die Flugzeugstruktur-Montage so enger an den Konzern binden.

Ob es auf einen Verkauf der Werke oder eben ein Partnermodell hinauslaufe, müsse man abwarten. Wichtig sei, dass zusätzliche Investitionen kommen. „Wir bei Airbus sind nicht in der Lage, dieses Geschäft großartig weiter zu entwickeln.“

Konzern gesprächsbereit

Dennoch sei man nun auf die Sozialpartner zugegangen und offen für andere Vorschläge. „Wir sind gesprächsbereit, gucken uns die Vorschläge gerne an und kommen dann gemeinsam zu einer Bewertung“, so Walter.

Marco Wagner, Arbeitsdirektor bei Airbus, betonte, dass der Status quo keine Option ist: „Das ist eine lange Hängepartie, die auch von den Sozialpartnern so benannt wurde. Wir müssen tragfähige und langfristige Lösungen finden. Das ist auch im Sinne der Belegschaft.“

Entscheidung im Juli?

Walter sicherte aber zu, dass der Standort in Varel nicht zerteilt werden soll, so wie es für das Werk in Augsburg vorgesehen ist. Die in den vergangenen Jahren aufgebaute und weiterentwickelte 3D-Drucktechnik in Varel, sowie die Fertigung der Eurofighter-Bauteile sollen ebenfalls vor Ort bleiben. „Was dort ist wird auch dort bleiben. Der Standort soll gut aufgestellt werden, deshalb werden wir moderne Technologie dort auch nicht abziehen“, so Walter. Eine Entscheidung über die Zukunft des Werkes in Varel könnte es möglicherweise Ende Juli geben.


Eine Lösung für eine Zukunft innerhalb des Airbus-Konzerns sah Wagner am Mittwoch aber noch nicht. Zielgerichtete Investitionen müssten über einen Partner kommen, der sich in dem Metier auskennt. Airbus selbst müsse bereits viel an anderen Stellen investieren, um den Konzern für zukünftige Entwicklungen aufzustellen. Insofern sei die Partnerlösung die bessere.

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