Freundschaften und gute Bekanntschaften zwischen den Spielern beider Lager wurden am Sonnabend beim hart umkämpften und emotionsgeladenen Derby zwischen den Drittliga-Handballern des VfL Edewecht und der HSG Varel-Friesland (22:22) für die komplette Spielzeit auf Eis gelegt. Mehrmals kam es nach bisweilen deftigen Abwehraktionen zur Rudelbildung auf dem Spielfeld. In der hektischen Schlussphase gerieten gar Lukas Kalafut (HSG) und der ehemalige Vareler Jannik Köhler nach einer strittigen Schiedsrichterentscheidung, die drei Sekunden vor dem Abpfiff zum glücklichen Ausgleich der Hausherren geführt hatte, kurz lautstark aneinander. Erst Minuten nach Spielende hatten sich die Gemüter auf beiden Seiten dann wieder beruhigt.
Einen soliden Einstand auf Seiten der Handballer der HSG Varel-Friesland hatte in dem zerfahrenen Drittliga-Derby der slowakische Nationalspieler Marek Mikeci gegeben. Der 26-Jährige, der erst am Mittwoch in Friesland angekommen war, kein Wort Deutsch spricht und vor dem Prestigeduell nur zweimal mit seiner neuen Mannschaft hatte trainieren können, bekam von HSG-Trainer Andrzej Staszewski, der in der Edewechter Heinz-zu-Jührden-Halle ebenfalls sein Debüt bei den Varelern gab, gleich erstaunlich viel Spielzeit auf der halbrechten Angriffsposition sowie auf Rechtsaußen. „Ich bin mit seinem Einstieg sehr zufrieden“, lobte Staszewski den Neuzugang hinterher, der nach einem heftigen Foul in der ersten Hälfte zudem mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. „Er hat riesiges Potenzial, und wir werden noch viel Freude an ihm haben“, fügte der HSG-Trainer hinzu. In diesem Zusammenhang dankte er vor allem HSG-Jugendkoordinator Peter Kalafut, der den Kontakt zum Linkshänder hergestellt hatte. Staszewski: „Solch einen Glückstreffer landet man mitten in der Saison nur ganz, ganz selten.“
Weiter auf dem Wege der Besserung befindet sich Dominik Kalafut, nachdem er sich in der vergangenen Saison als Kreisläufer der Bundesliga-A-Jugend der HSG Varel-Friesland einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Nach einem halben Jahr Zwangspause nach der OP kann der A-Jugendliche dank einer Knieorthese nun bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.
