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ProBahn kritisiert „Die Region Friesland/Wilhelmshaven steht schon wieder hinten an“

Symbolbild

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dpa

Friesland/Wilhelmshaven - Erst bei der Eröffnung der ausgebauten Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven am 12. Dezember gab es weitere Versprechungen für besseren Personenverkehr auf dem Gleis – „doch nun sehen wir wieder einmal am Anfang aller Planungen“: Hans-Joachim Zschiesche, Vorsitzender des Regionalverbands Ems-Jade von Pro-Bahn ist tief enttäuscht. Der Grund: Die Landesnahverkehrsgesellschaft hatte Mitte Dezember bekannt gegeben, dass sich die Lieferung neuer Züge durch die Firma Alstom verzögert. Statt 34 Zügen werden nun nur 10 geliefert – und damit wird die neue Verstärkerlinie Wilhelmshaven-Oldenburg vorerst nicht in Betrieb gehen. „Die Region Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund steht nach vielen Versprechungen wieder hinten an“, kritisiert ProBahn.

Auf Minimum reduzieren

Die Einführung des NWB Regio S-Bahn Linie 3 hätte Zschiesche zufolge die erste Verbesserung im Wunsch einer direkten Verbindung Bremen – Wilhelmshaven werden können. „Doch leider wurde die Baustelle Bahnübergang Alexanderstraße in Oldenburg zum Anlass genommen, das ganze auf ein Minimum zu reduzieren.“ Und weiter: „Gerade hier hätte die LNVG die Möglichkeit, die anfällige NWB Dieselstrecke RE 18 Wilhelmshaven-Osnabrück endlich von den Verspätungs- und Ausfallerscheinungen bis hin zu dem vorzeitigen Wenden der Züge in Varel und Sande weitestgehend zu entlasten, wie das ja auch geplant ist. Da der Fahrgastwunsch in unserer Region mehr in Richtung Bremen/Hannover angenommen wird, wäre ein 2-Stundentakt der NWB RE 18 völlig ausreichend.“

Pro-Bahn-Forderungen

2023 die NWB Regio S-Bahn 3 im Stundentakt, sieben Tage Woche und ohne Umsteigen in Oldenburg einzuführen und somit den Einstieg in einen 30 Minutentakt herzustellen. „Diese Linie bietet schon in Bremen gute Anschlüsse in Richtung Hamburg mit RE und IC, sowie ICE nach München u.a. Nah- und Fernverkehrsverbindungen“, sagt Hans-Joachim Zschiesche.Die Prüfung und mögliche Bestellung als Übergangslösung des „Sandwichverfahren“ für den DB Regio RE 1 einzuleiten, „sollte die LNVG auf ihren Überlegung bestehen, die DB Regio RE 8 + Verstärker Hannover-Bremen-Bremerhaven (Lehe) bei der Umstellung vorzuziehen“. Zu bedenken sei dabei, welche Hindernisse die Fahrgäste in Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund wie Berufspendler, Schülerinnen und Schüler und Touristen zu den Inseln Wangerooge, Spiekeroog und Langeoog in der langjährigen Bauphase hinnehmen mussten, um zur Arbeit, Schule und in Urlaub zu gelangen. „Auch der fehlende Mittelbahnsteig im Bahnhof Sande bringt schon die jetzige Regio S-Bahn in Schwierigkeiten, wenn Verspätungen und sogar schon wieder Ausfälle stattfinden, die uns erreichen. Neben Norddeich Mole muss auch Sande mit dem Bahnsteig geplant werden!“ betont Zschiesche.

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