Varel - Energiesparen ist das Gebot der Stunde, auch bei der Stadt Varel. Wie das bei den städtischen Immobilien konkret geschehen kann, darüber wurde im Ausschuss für Bauen und Liegenschaften gesprochen. Im Fokus stehen alle Gebäude wie Schulen, Kitas, Verwaltungsgebäude und nicht zuletzt die Schwimmbäder.
Kurdirektor Johann Taddigs wies auf das Potenzial in den Bädern hin, insbesondere beim Quellbad: „Durch Senken der Wassertemperatur von 30 auf 28 Grad können wir etwa 25 Prozent Energie sparen“. Allein für das Quellbad betrage der monatliche Erdgas-Abschlag rund 12 500 Euro, das sind 150 000 Euro jährlich – daraus ergibt sich eine monatliche Einsparung von 3125 Euro. Umgerechnet auf beide Hallenbäder entspricht das einer Menge von gut 612 000 Kilowattstunden Erdgas im Jahr – dem Verbrauch von rund 20 Einfamilienhäusern. Man sei bereits dazu übergegangen, die „Temperaturspitzen“ beim Badbetrieb zu senken, so Taddigs: „Bisher waren wir durchaus bei 30,5 Grad, um die 30 Grad auch sicherzustellen. Nun sind wir auch mit gut 29 Grad zufrieden.“
Das Vareler Hallenbad wird aus einer Biogasanlage mit Wärme versorgt, was dort „eine noch größere Kostenexplosion“ vermeide, so Taddigs. Das Quellbad ist mit einem Blockheizkraftwerk ausgestattet. Trotzdem werde das Bad energetisch auf den Prüfstand gestellt mit dem Ziel, ein Wärmekonzept zu entwickeln, mit dem rund 60 Prozent des Energiebedarfs nicht mehr aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden sollen.
Entsprechende Untersuchungen zur technischen Realisierung des Konzeptes werden bereits vorgenommen, so der Kurdirektor.
