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ADFC-Forderung in Schortens Moorhauser Weg soll Fahrradstraße werden

Der Moorhauser Weg soll lauf Vorstellungen der ADFC-Kreisgruppe in Schortens zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden und zusammen mit Teilen der Bahnhofstraße, des Eichenweges und er Heinrich-Tönjes-Straße die Verbindung zwischen Sillenstede und dem Heidmühler Ortskern für Radfahrer sicherer machen.

Der Moorhauser Weg soll lauf Vorstellungen der ADFC-Kreisgruppe in Schortens zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden und zusammen mit Teilen der Bahnhofstraße, des Eichenweges und er Heinrich-Tönjes-Straße die Verbindung zwischen Sillenstede und dem Heidmühler Ortskern für Radfahrer sicherer machen.

Oliver Braun

Schortens - Die ADFC-Kreisgruppe greift einen Vorschlag aus dem Fahrradkonzept für die Stadt Schortens auf und drängt darauf, die Verbindung zwischen Sillenstede und dem Ortszentrum in Heidmühle für Radfahrer attraktiver und sicherer zu machen. Es geht um eine neue Aufteilung der Verkehrsräume ohne allzu großen baulichen Aufwand. Der ADFC appelliert an Rat und Verwaltung um die Ausweisung einer Fahrradstraße. Oder besser: einer Umwidmung mehrerer Straßen und Teilstücke als Fahrradstraße. Beginnend mit dem Moorhauser Weg an der Einmündung Jeversche Landstraße in Richtung Bahnhofstraße Heidmühle, von dort weiter über die Bahnhofstraße, durch den Eichenweg und die Heinrich-Tönjes-Straße über die alte B210 bis in die gerade viel besungene obere Menkestraße.

Keine Verkehrswende

Bernhard Zimmering und Jens Ohmstede vom Vorstand des ADFC Friesland sowie die Mitglieder Steffen Klaudius und Wolfgang Stumpf haben ihre Pläne nun in einer Presserunde näher erläutert. Und sie machten deutlich: Auf „ihrer“ Fahrradstraße – man unterscheidet zwischen echten und unechten – ich auch weiterhin motorisierter Verkehr erlaubt. Der Radverkehr soll sich nur nicht mehr länger mit einem schmalen Fahrstreifen an den Rand gedrängt fühlen, sondern die Straße gleichberechtigt nutzen können.

Es gelte eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h und vor allem gelte mehr gegenseitig Rücksichtnahme. Ein paar Markierungsarbeiten, Piktogramme auf der Fahrbahn und an den Einmündungen und entsprechende Beschilderung würden ausreichen. Ohmstede spricht von einem „mittleren vierstelligen Betrag“. Die Arbeiten müssten nicht vergeben werden, sondern könnte der Bauhof erledigen.

Der ADFC moniert, dass es die Autofahrer bzw. der motorisierte Verkehr sei, der nahezu den gesamten Verkehrsraum für sich beanspruche. „In Schortens erleben wir noch nichts von der Verkehrswende“, sagt Zimmering. Der ADFC-Vorsitzende und seine radfahrenden Mitstreiter halten es für geboten, in Zeiten der Verkehrs- und Mobilitätswende, des Umwelt- und Klimaschutzes über die Aufteilung der Verkehrsräume neu nachzudenken, wo es möglich sei. Die Verbindung zwischen Sillenstede und dem Ortskern von Schortens biete sich dazu an. Wo die Wege sicherer und besser werden, werde ganz sicher auch häufiger das Auto stehen gelassen und stattdessen Fahrrad gefahren. Ihre Entscheidung für diese benannte Strecke wollen sie mit einer Radzählanlage untermauern, die an verschiedenen Punkten die entsprechende Datenbasis zum Radverkehr liefere.

Wachsender Radverkehr

Die aktuelle Infrastruktur in Schortens sei nicht geeignet, den kontinuierlich wachsenden Radverkehr insbesondere mit E-Bikes und Lastenrädern aufzunehmen. Viele Radwege seien dafür im Begegnungsverkehr zu schmal. Da die Kassen klamm sind, unterstützt der ADFC die Stadt durch Vorschläge oder auch bei der Zählung des Radverkehrs und ist am Runden Tisch des Radverkehrskonzeptes mit aktiver Mitarbeit dabei. Der sichere und verkehrsberuhigte Weg für Fahrradpendler aus Sillenstede und Grafschaft durchgängig ins Heidmühler Zentrum wäre ein erster schritt. Der ADFC denkt dabei auch an die Schüler der Schulen in Schortens aus den umliegenden Ortsteilen, die einen sichere Radwegeinfrastruktur angeboten werden muss. Für die Anwohner am Moorhauser Weg bedeute die Fahrradstraße mehr Wohnqualität.


Für den Kfz-Verkehr gebe es alternative strecken über die B210 und über Grafschaft. „Ein Umweg von gerade mal 800 Metern ist den Autofahrern sicherlich zuzumuten“, sind die ADFC-Sprecher überzeugt.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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