Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Radwege in Jever Für drei große Vorhaben wird es jetzt konkreter

Jever soll fahrradfreundlicher werden. In der Innenstadt wurden bereits einige Fahrrad-Piktogramme auf der Straße angebracht. Sie sollen verdeutlichen: Erwachsene Radfahrer dürfen grundsätzlich auf der Straße fahren.

Jever soll fahrradfreundlicher werden. In der Innenstadt wurden bereits einige Fahrrad-Piktogramme auf der Straße angebracht. Sie sollen verdeutlichen: Erwachsene Radfahrer dürfen grundsätzlich auf der Straße fahren.

Antje Brüggerhoff

Jever - Jever soll Fahrradstadt werden – und für dieses Ziel soll es nun noch konkreter werden. SPD und Grüne hatten einen entsprechenden Antrag gestellt. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Straßen geht es am kommenden Mittwoch, 29. November, um die Radwegeleitplanung für die Hauptachsen in Jever. Die Sitzung beginnt um 16.30 Uhr im Foyer des Theaters am Dannhalm.

Möglicherweise kann die Stadt für die Vorhaben noch Fördermittel einholen, dafür soll im kommenden Jahr ein Antrag für folgende Umsetzungen gestellt werden:

Die drei großen Posten

1: Ausbau der Radvorrangroute zwischen Jever und Schortens (von Kreuzung Jeversche Straße / An der alten Bundesstraße bis zur Badestelle Schortens) mit Plankosten von 50.000 Euro und Umsetzung im Jahr 2025 (Radvorrangrouten sind genauso wie Radschnellverbindungen hochwertige Verbindungen im Radverkehrsnetz);

2: Neubau eines Fahrradunterstandes am Graftenhaus mit Baukosten von 90.000 Euro im Jahr 2024;

3: Ausbau des Streckenabschnittes Blaue Straße / Wittmunder Straße; Planung 2024 und Umsetzung im Jahr 2025.


Bislang ist eine Förderung von bis zu 75 Prozent in Aussicht gestellt worden. Allerdings ist diese aufgrund der unsicheren Lage des Bundeshaushaltes noch unklar. So weiß die Stadt nicht, ob das entsprechende Förderprogramm überhaupt bestehen bleibt und wenn ja, wie hoch die Förderquote sein wird. Das wird sich laut Beschlussvorlage erst im nächsten Jahr zeigen.

Flächen reichen nicht aus

Und es gibt auch bauliche Einschränkungen. Denn für eine komplette Ausbaustrecke der Nord-Süd-Achse vom Anschluss Radweg von der B210 an der Mühlenstraße über Von-Thünen-Ufer und Elisabethufer bis zur Wittmunder Straße als sogenannten benutzungspflichtigen Radweg sind die vorhandenen Flächen nicht ausreichend, meint die Verwaltung. Um den Radfahrern aber die Möglichkeit zu geben, ohne Straßenseitenwechsel durchzufahren, ist vorgesehen, zumindest durchgängige „Angebotsradwege“ zu markieren und zu beschildern (also Gehweg mit Zusatzschild „Fahrrad frei“ und „Querung in beide Richtungen“). Um dies kenntlicher zu machen, könnten dann zum Beispiel auch weiße Fahrradpiktogramme auf rotem Hintergrund oder rot umrandete und beidseitige Richtungspfeile auf den Radfahrflächen aufgebracht werden.

Sanierungsgebiet und Landesstraße

Der Streckenabschnitt „Von-Thünen-Ufer und Elisabethufer“ fällt als Teilbereich der Wallanlagen ins Sanierungsgebiet IV. Hier sind ab 2025 Teilbauarbeiten geplant, um die Fußgänger dann künftig auf die Innenseite der Graftenanlagen und den Radfahrverkehr auf die Außenseite der Graften zu lenken.

Die Radwegeplanung der Ost-West-Achse, also „Schützenhofstraße – Bahnhofstraße – Schillerstraße bis Wangerländische Straße“, betrifft die gesamte Landesstraße L813 und liegt damit nicht in der Hand der Stadt Jever. Für alles, was hier gemacht werden muss, muss sich also mit dem zuständigen Straßenbauamt Aurich abgestimmt werden. Die dafür notwendigen Kosten würde allerdings die Stadt selbst tragen müssen.

Im Haushalt 2024 sind im Ergebnishaushalt für Fahrradwegearbeiten inklusive Schützenhofstraße bereits 200.000 Euro eingestellt. Gegebenenfalls müssen 2025 für die Fortsetzung von Markierungsarbeiten weitere Mittel eingestellt werden, lautet es in der Vorlage.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Mann zündet sich einen Joint an. In der Umgebung von Schulen und Spielplätzen ist das Kiffen in Niedersachsen weiterhin verboten. Doch wer kontrolliert die Einhaltung?

TEIL-LEGALISIERUNG IN NIEDERSACHSEN Städte und Gemeinden fordern Klarheit und Unterstützung bei Cannabis-Kontrollen

Christina Sticht (dpa)
Hameln