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NWZonline.de Region Friesland

Repariert und Geld gespendet

08.01.2019

Ich liebe das Spiel mit den Worten“, bekannte Pfarrer Helmut Oeß jetzt bei seinem neunten Kleinkunstabend mit dem Motto „Lächel-Lyrik“ in der Gaststätte Zur Linde. Der 97-jährige Oeß hatte sein Lebenswerk mitgebracht – haufenweise Papiere und Ordner mit Lyrik, Limericks und Liedern. Immer wieder blätterte er suchend den Haufen durch. Er wollte seinem Publikum doch die schönsten und lustigsten Geschichten seines ab 1940 geschaffenen literarischen Werks präsentieren. Sein Vortrag wurde vom Hobby-Pianisten Günter Lieverscheidt begleitet, der mit passgenauen Klängen die Worte musikalisch unterstrich.

Dem rüstigen Mann gelang es hervorragend, sein Publikum zu unterhalten, wie das Gelächter und der Beifall der Gäste bestätigte. Der Pastor erzählte beispielsweise vom Früh- und Spätstück, las eine Geschichte vom Parfüm vor und befand aber: „verduftet – ihr dämlichen Düfte.“ Nach einer lustigen Tütenballade meinte der fröhliche Pastor: „Jetzt bin ich weit über 90 und frage mich immer noch, wann ich mal erwachsen werde.“

Der in Dangast lebende Pfarrer sinnierte über den Mond: „Ob der sich wohl über unsere Raketen freut? Der Mond schwieg dazu – aber betreten.“ Der Geistliche sagte angesichts des flachen Landes: „Der Glaube versetzt Berge – da muss hier in Friesland ja viel geglaubt werden.“ Und im Übrigen ließe das friesische Moin auf eine geistige Faulheit schließen.

„Ich freue mich, dass mir noch die Kraft zu solch einem Auftritt gegeben ist und dass mein Aufgeschriebenes Jung und Alt gefallen. Das Reimen war mir oft im Leben als Pastor und Polizeiseelsorger im In- und Ausland sowie auf See eine Hilfe, um meine manchmal kritischen Gedanken den Zuhörern rüberbringen zu können“, sagte Oeß. Nach gut zweieinhalb fröhlichen Stunden endete der Abend und der ältere Herr verabschiedete sich mit einem freundlichen „Gute Nacht.“

Über eine große Sachspende konnte sich das Hospiz am Wattenmeer freuen: Das Sanitätshaus Schlicht spendete der Einrichtung in der Karl-Nieraad-Straße einen Lifter. „Der Lifter ist sowohl für unsere Gäste als auch für unsere Mitarbeitenden ein großes Geschenk“, sagt Pflegedienstleitung Maik Hinrichs. So erleichtere dieser zum Beispiel den Transfer vom Rollstuhl oder Bett in die Badewanne oder vom Bett in den Rollstuhl. „Die schonende Mobilisierung ist für Gäste sehr angenehm, insbesondere, wenn sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind“, so Hinrichs. Doch auch für die Mitarbeiter sei der Transfer mit dem Lifter eine große Entlastung für den Rücken.

Das Sanitätshaus Schlicht freut sich sehr, das Hospiz unterstützen zu können. Geschäftsführer Karsten Renken: „Wir sind alle sehr dankbar, dass in Varel das Hospiz am Wattenmeer eröffnet wurde. Daher freuen wir uns, dass wir das Haus mit dem Lifter unterstützen können.“

Kaum hatte das Reparaturcafé in der Vareler Weberei am Montag geöffnet, kamen auch schon die ersten Bürger mit ihren Elektrogeräten, um sie von den ehrenamtlichen Helfern reparieren zu lassen. Am Montag kamen zudem noch Vertreter der Vareler Tafel, des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit und des Vereins zur Förderung von Menschen mit Behinderungen in die Weberei. Hildegard Korell, Initiatorin des Vareler Reparaturcafés, hatte sie eingeladen, um ihnen Schecks in Höhe von jeweils 200 Euro zu überreichen.

Das Geld stammt aus Spenden, die die Menschen, denen im Reparaturcafé geholfen wurde, in ein Sparschwein geworfen haben. Ein Teil des Geldes wird für die Anschaffungen von Werkzeug und Ersatzteilen verwendet, der andere Teil gespendet. Das Reparaturcafé in der Vareler Weberei an der Oldenburger Straße ist jeden ersten Montag im Monat in der Zeit von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Etwa 20 bis 30 Bürger kommen jedes Mal ins Reparaturcafé, berichtet Hildegard Korell. Am häufigsten werden dort Elektrogeräte repariert, Haushalts- und Unterhaltungsgeräte wie Kaffeemaschinen, Staubsauger, Lampen und Radios sowie Computer und Zubehör. Die nächsten Reparatur-Termine sind am 4. Februar, 4. März, 1. April und 6. Mai.

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