Jever - Es nennt sich „Groh’s Küche“, aber es ist alles andere als eine Großküche, die der Koch Marco Groh in den Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants „Ocean 8“ in der Neuen Straße 8 eröffnen will. „Es ist nur ein Wortspiel mit meinem Namen“, sagt der Jeveraner und lächelt verschmitzt. Für Samstag, 10. Juni, ist die Eröffnung geplant.
Der 27-Jährige scharrt schon mit den Hufen. Und er hat klare Vorstellungen davon, was „Groh’s Küche“ den Gästen im Gegensatz zu einer Großküche zu bieten haben wird. Regional, frisch und mit einem jungen „großstädtischen“ Angebot möchte er sich von der Vielzahl gastronomischer Angebote in Jever abheben. Damit bezieht er sich auch auf sein eigenes Alter, er will die junge Küche in Jever repräsentieren. „Es ist doch ganz normal, dass ich manches anders sehe als Kollegen, die vor 30 oder 40 Jahren ausgelernt haben“, sagt Marco Groh.
Beruflicher Werdegang in Jever
Den großen Oktopus-Wandschmuck aus dem Vorgängerrestaurant hat er übernommen, ansonsten hat er seinen Laden ganz neu eingerichtet. In der Küche kennt Groh sich gut aus, denn er selbst ist eine zeitlang Küchenchef im „Ocean 8“ gewesen. Marco Groh ist nicht nur biographisch ein Jeveraner, der hier aufwuchs und am Mariengymnasium und an den BBS die Schulbank drückte, er ist es auch, was seine berufliche Entwicklung betrifft. Von 2012 bis 2015 hat er im Haus der Getreuen seine Kochausbildung absolviert, wo er den Großteil seines beruflichen Weges verbracht hat.
Für ein Jahr brach er nach Australien zu einer „work & travel“-Tour auf, er arbeitete in dieser Zeit als Koch, aber unter anderem auch auf Plantagen. „Ich habe von dort einiges mitgebracht, für mich als Koch war es eine einzigartige Erfahrung“, erzählt er. Dass er seine Nische in der jeverschen Kulinarik im teils großstädtischen Angebot sucht, habe auch mit dieser Australien-Tour zu tun. Nach seiner Rückkehr arbeitete er bis zum Pächterwechsel wieder bei Maren und Remo Wasmund im Haus der Getreuen. Weitere Stationen waren dann das „Ocean 8“ und schließlich das Restaurant „Zur Schlachte“.
Nur frisch zubereitete Gerichte
Mit der Selbstständigkeit in „Groh’s Küche“ hat sich der Jeveraner nach eigenem Bekunden einen Traum erfüllt. Es ist ja quasi eine Rückkehr in das Restaurant, nur unter anderen Vorzeichen. Hell und auf eine lockere Weise elegant hat er es eingerichtet. Er wird drinnen 32 Plätze, draußen 22 Plätze anbieten können, allerdings maximal.
Marco Groh möchte von 12 bis 14 Uhr einen Mittagstisch mit sechs Tagesgerichten anbieten. „So kann ich flexibel und frisch arbeiten, tiefgekühlte Convenience-Produkte kommen für mich nicht in Frage“, erklärt Groh. Beibehalten möchte er den To-go-Schalter zur Neuen Straße raus, aus dem er bis 17 Uhr unter anderem Burger und Wraps sowie vegetarische und vegane Alternativen an das eilige Publikum in der Fußgängerzone verkauft. Für den Abend, à la carte von 17.30 bis 21.30 Uhr, denkt Marco Groh an eine übersichtliche Karte mit 12 bis 14 Gerichten, auch hier mit Blick auf die frischen Zutaten, und auch hier gilt: Fisch, Fleisch, vegan, vegetarisch. Auch einen Frühstücksbrunch am Sonntag plant der junge Koch. Zur Eröffnung am Samstag, 10. Juni, von 12 bis 16 Uhr freut sich Groh auf viele Gespräche mit künftigen Gästen.
