Wangerooge - Wer derzeit das „Ehrenmal Hartmannstand“ auf Wangerooge etwa 50 Meter westlich der heutigen Surf- und Segelschule aufsuchen will, wird unter dem großen Holzkreuz nur einen hellen Fleck im Efeu mit einer provisorischen Infotafel entdecken. Mit einem Schild weist die Gemeinde- und Kurverwaltung der Insel nun auf die Restaurierung der beiden Teile der Gedenktafel hin, die an die Opfer des Bombardements am 25. April 1945 auf den ehemaligen Bunker in den Dünen erinnern soll.
2022 erneuert
Durch einen Bombenvolltreffer wurde er zerstört und damit zum Grab von 14 Marinesoldaten und sechs Marinehelferinnen. Die Toten konnten nicht mehr geborgen werden und so wurde der Bunker versiegelt und zum Kriegsgrab erklärt. Der eine Teil der Gedenktafel war gebrochen und herabgefallen. Der Bürgerverein Wangerooge setzte sich für die Wiederherstellung des Ehrenmals ein.
Außerdem informierte er in seinen Versammlungen regelmäßig über den Sachstand. Bereits im letzten Jahr war die zerborstene Platte durch den Steinmetz Helmut Streithoff aus Wilhelmshaven erneuert worden. Nun soll auch die verbliebene Inschrift-Tafel restauriert werden. Sie soll entsprechend bearbeitet werden, damit die beiden Teile optisch zueinander passen. Danach werden sie in neuen Haltevorrichtungen witterungs- und korrosionsbeständig wieder angebracht.
Bürgermeister abwesend
Der Vorsitzende des Bürgervereins, Bernd Stramm, zeigte sich am Rande der diesjährigen Kranzniederlegung am Ehrenfriedhof erfreut darüber, dass nun endlich die zweite Hälfte auch zur Restaurierung abgenommen wurde. Da sie laut Steinmetz Streithoff mindestens acht Wochen trocknen muss, sei sie leider nicht zum Jahrestag der Bombardierung wieder an ihrem Platz, wie ursprünglich fest zugesagt wurde.
Doch wie die Gemeinde Wangerooge mitteilte, sollen im Laufe des Sommers die Arbeiten abgeschlossen sein und das „Ehrenmal Hartmannsstand“ wieder würdevoll der Opfer des Bombardements gedenken.
