Großer Andrang herrschte am Mittwochvormittag auf dem Vareler Schlossplatz: Grund war der Rheuma-Bus, der dort Halt machte. Vor Ort waren der Rheumatologe Prof. Dr. Werner-J. Mayet vom Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch, Kirsten Hoeper vom Rheumazentrum Niedersachsen, Rüdiger Schmidt, Landesvorsitzender der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew, und Hans-Joachim Metzig von der Rheuma-Liga Niedersachsen.
Das Ziel des Rheuma-Busses: Die Bevölkerung über rheumatische Erkrankungen aufklären. Häufig würde Rheuma nur mit Gelenkschmerzen in Verbindung gebracht, dabei hat die Erkrankung viele Gesichter und kann Menschen allen Alters treffen. Auslöser für die Beschwerden ist immer eine Entzündung. 450 Krankheitsformen werden unter Rheuma zusammengefasst. Die Beschwerden sind weit verbreitet. In Deutschland leiden etwa 1,5 Millionen Menschen an Rheuma, die jährliche Neuerkrankungsrate liegt bei zehn Prozent.
Aber es sollte nicht nur um Aufklärung gehen, sondern auch um ärztliche Beratung. Mit einem Schnelltest konnten die Menschen herausfinden, ob sie Rheuma haben. Laut Prof. Dr. Werner-J. Mayet können immer wieder Patienten bei den Schnelltests erkannt werden, die noch keine Symptome haben. Ein Glücksfall, denn gerade rheumatoide Arthritis müsse möglichst früh behandelt werden. Betroffene bekommen adäquate Hilfe sonst oft erst nach einem Jahr; in ganz Niedersachsen gibt es weniger als 50 niedergelassene Rheumatologen, in der Küstenregion sind es nur fünf.
Traditionell fand auch dieses Jahr einen Tag nach dem letzten Heimspiel von Werder Bremen in der Bundesliga Fußballsaison 2018/19 (Werder Bremen – RB Leipzig 2:1), die 11. Bremer Fußballbörse im Ostkurvensaal im Weser-Stadion statt. Seit 2008 ist der Vareler Josef Herrmann dabei. Die Veranstaltung habe seitdem nichts von ihrem Reiz eingebüßt, so Herrmann. In all den Jahren war Josef Hermann dabei und bietet dort Fußball-Fanartikel aus den letzten Jahrzehnten an und ist auch immer erfolgreich auf der Suche nach Fußballanstecknadeln.
Trotz seiner großen Sammlung von Fußball-Pins hat er inzwischen durch gute Kontakte immer wieder Vereinsnadeln aus Deutschland erhalten. Gespräche führte der Sammler außerdem mit den vier ehemaligen Bremer Bundesligaspielern, die als Ehrengästen eingeladen waren: Jonny Otten, Norbert Siegmann, Martin Haskamp und Hans-Jürgen Gundelach.
Ihren letzten offiziellen Auftritt als Vareler Mühlenkönigin hat jetzt Kerstin Ligthart absolviert. Sie war am Dienstagabend zu Gast bei Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im Gästehaus der Landesregierung in Hannover. Aber Kerstin I. war nicht die einzige Majestät, die ihre Heimat in Hannover vertreten durfte. Knapp 50 Ernte- und Produktköniginnen und -könige gibt es im ganzen Land – und alle waren nach Hannover eingeladen. Sie stehen für Spargel, Kartoffeln, Bier, Blüten oder eben die Vareler Mühle. An Pfingsten wird Kerstin I. ihr Amt allerdings an eine Nachfolgerin abgeben müssen. Dann wird die neue Mühlenkönigin beim Mühlenfest bestimmt. Die Wahl findet am Pfingstsamstag, 8. Juni, rund um die Vareler Mühle statt.
Die neue Majestät soll – so wie es Kerstin I. nun ein Jahr lang getan hat – Varel bei touristischen Veranstaltungen vertreten und für Veranstaltungen in Varel und im Nordseebad Dangast werben. Als Lohn bekommt sie ein Auto ein Jahr lang zur Verfügung gestellt. Zu Pfingsten wird auch die Mühlenprinzessin oder der Mühlenprinz gewählt. Sie oder er geht der Mühlenhoheit zur Hand und vertritt sie bei einigen Veranstaltungen. Auch für dieses Amt steht bereits ein wertvoller Preis bereit. Die Kür der Mühlenkönigin ist Bestandteil des dreitägigen Mühlenfestes, mit dem der Heimatverein Varel als Nutzer der Mühle an die alte Müllertradition erinnern will.
