Roffhausen - Renate Brunken aus Roffhausen und Bettina Schild aus dem Wangerland starten an diesem Freitag zum 13. Mal mit einem Hilfstransport in die Ukraine. Diesmal haben die beiden Frauen vor allem Dinge im Gepäck, an denen sich die Menschen wärmen können. Denn neben dem Krieg leiden die Ukrainer inzwischen auch unter dem kalten Winterwetter und den ständigen Stromausfällen.
Stromausfälle
Für die Bevölkerung ist es besonders schwierig, in den von der Besatzung befreiten Gebieten zu überleben: ohne Licht, ohne Wärme, in beschädigten Häusern. In Containerstädten, in denen überall in der Ukraine Binnenflüchtlinge leben, die ohne Dach über dem Kopf sind, sinkt die Temperatur ab dem Moment des Stromausfalls innerhalb einer Stunde auf nur noch sieben bis neun Grad Celsius.
Renate Brunken und Bettina Schild versuchen, so viel wie möglich an notwendigen Hilfsgütern für die Ukrainer zu sammeln und so schnell wie möglich zu ihnen zu bringen. Wenn das Wetter es zulässt, wollen die beiden Frauen im Dezember sogar noch ein zweites Mal fahren.
Thermokleidung
„Jetzt ist das Problem, die Ukrainer mit warmer Kleidung zu versorgen: Thermokleidung, Handschuhe, Mützen. Gestrickte Socken werden besonders geschätzt, weil sie am besten wärmen. Hand- und Fußwärmer, die mehrere Stunden warm bleiben, sind ein wahrer Schatz. Wärmflaschen können an Krankenhäuser, Pflegeheime und Waisenhäuser abgegeben werden. Es gibt einen großen Mangel an Schlafsäcken, die mehr als Minus 15 Grad standhalten, und Wolldecken. Wir brauchen alles, was einen Menschen wärmen kann“, sagt Renate Brunken. Laut den Frauen besteht großer Bedarf an mobilen Gaskochern, da wegen der Stromausfälle viele Menschen draußen kochen müssen.
Campingkocher
„Campingkocher machen es ihnen möglich, in der Wohnung zumindest schnell Wasser zu kochen und Tee zu machen. Die Ukrainer brauchen auch Gaskartuschen, Thermobecher und Thermoskannen. Wenn jemand extra Taschenlampen und Batterien, Powerbanks, langlebige Kerzen hat oder für die Einwohner der Ukraine kaufen kann, sind wir sehr dankbar“, sagt Bettina Schild. Immer gebraucht werden Konserven, Tee, Kaffee, Snacks, Müsliriegel, Tüten- und Dosensuppen. Kinder brauchen Windeln, Feuchttücher, Babynahrung.
„Es wäre toll, ihnen ein paar Süßigkeiten mitzubringen, denn selbst im Krieg hat niemand Weihnachten abgesagt“, sagt Brunken. Außerdem bitten die beiden Frauen um Medikamente gegen Erkältung, Fieber, Schmerzen und Durchfall. Wer die ehrenamtlich Arbeit von Renate Brunken und Bettina Schild unterstützen möchte, kann spenden: LzO-Spendenkonto, Empfänger: Blucherstiftung „Kinder in Not“; Verwendungszweck: Brunken/Schild Ukraine-Hilfe IBAN: DE12 2805 0100 0050 1015 00
