Roffhausen - Schon elf Mal war Renate Brunken aus Roffhausen nun in der Ukraine, um die Menschen in Solotschiw mit dringend benötigten Gütern zu versorgen. Nun planen sie und ihr Mann Ralf für Ende September die nächste Fahrt. Gemeinsam mit Bettina Schild aus dem Wangerland bereiten sie desen Hilfstransport derzeit vor.
Die Ehrenamtlichen sammeln weiterhin Dinge, die für die Ukrainer notwendig sind und bitten jeden, der etwas dazugeben möchte, sich der Sammlung anzuschließen.
Spendensammeln wird mit der Zeit schwieriger
„Die ersten Transporte konnten immer schnell zusammengestellt werden. Jetzt geht es viel langsamer – und das ist verständlich. Es wird jedoch immer notwendiger, um Hilfe zu bitten, da es nicht möglich ist, alle Bedürfnisse der Menschen in der Ukraine alleine zu decken“, sagt Renate Brunken. Sie weiß aus eigener Erfahrung: Die Not vor Ort wird nicht kleiner. Im Gegenteil. Der Krieg geht weiter, jeden Tag würden Menschen obdachlos, verlieren alles, müssen in Kellern übernachten, ihre Kinder in Kellerräumen unterrichten.
„Deshalb können wir es uns einfach nicht leisten, müde zu werden. Wir brauchen wirklich Ihre Unterstützung“, appelliert Brunken an jede und jeden. Sobald genügend Güter für einen Hilfstransport zusammengekommen sind, wollen sie in die Ukraine starten.
Was am dringendsten gebraucht wird
Hauptsächlich bringen die Schortenser Medikamente, Körperpflegeprodukte und medizinische Geräte über die Grenze. Am stärksten nachgefragt seien Blutverdünner, Bluthochdruckmedikamente, Verdauungstabletten, Schmerzmittel, Anti-Brand-Gele und -Salben sowie Gelenk- und Muskelsalben. Außerdem werden dringend Medikamente gegen Erkältungen benötigt.
Neben medizinischen Produkten ist der Bedarf an Konserven (Fleisch-, Fisch-, Gemüse), Energieriegeln, lebenswichtigen Lebensmitteln, die ohne Kühlschrank lange gelagert werden können, bei den Ukrainern nach wie vor groß. Auch Schulmaterial für die Kinder von Vertriebenen, die innerhalb des Landes Zuflucht suchen, und Futter für Katzen und Hunde werden gerne genommen.
Brunken: „Regionen, die häufig angegriffen werden, sind fast immer von der Strom- und Gasversorgung abgeschnitten. Daher werden auch Campingkocher benötigt, auf denen sich die Menschen schnell etwas zu Essen zubereiten können.“ Da es nun immer kälter werden wird, suchen die Helfer außerdem dicke Schlafsäcke und Regenmäntel. „Die Kälte ist ein weiterer ernstzunehmender Feind der Ukrainer“, sagt Renate Brunken. Wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, kann Geld auf das Konto der Blücherstiftung „Kinder in Not“, Verwendungszweck: Brunken/Schild Ukraine-Hilfe überweisen. IBAN: DE12 2805 0100 0050 101500.
