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Spenden für Ukraine Frauen aus Friesland bereiten 16. Transport vor

Roffhausen/Wangerland - Renate Brunken aus Roffhausen und Bettina Schild aus dem Wangerland bereiten zum 16. Mal einen Hilfstransport in die Ukraine vor, um dort humanitäre Hilfe zu leisten. Bei dieser Tour wird Renate Brunken von Georg Schepers begleitet. Die Abreise ist für Freitag, 17. Februar, geplant. Bis dahin sollen noch möglichst viele Sachen gesammelt werden, die in der Ukraine dringend benötigt werden.

Hilfstransport direkt in die Ukraine

Beide Frauen betonen, dass es ihnen sehr wichtig ist, humanitäre Hilfe direkt in die Ukraine und nicht nur an die Grenzen zu bringen. „Alles, was wir hier sammeln, wird den Ukrainerinnen und Ukrainern gegeben, die es am dringendsten brauchen: Kinder, alte Menschen, Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die nichts mehr haben, verwundete Zivilisten und Soldaten“, erklärt Bettina Schild. „Von nahezu jeder gespendeten Konserve, jeder Medikamentenpackung und jedem paar Socken erhalten wir einen Fotobericht. Damit diese Berichte für alle sichtbar sind, haben wir eine Facebook-Seite namens ,Friesen helfen grenzenlos‘ eingerichtet“, sagt die Wangerländerin.

Der Bedarf in der Ukraine nimmt nicht ab. Jeden Tag wandern Vertriebene, die durch den Beschuss ihrer Dörfer und Häuser obdachlos geworden sind, auf der Suche nach einem Unterschlupf zwischen den Regionen hin und her. Zudem füllen sich die ukrainischen Krankenhäuser täglich mit mehr und mehr Verwundeten.

Hilfe für Mensch und Tier

„Die Anforderungen werden immer größer. Zu Beginn des Krieges verfügten die Ukrainer noch über ihre Geld- und Produktreserven. Jetzt sind aufgrund der zerstörten Energiesysteme viele Menschen arbeitslos“, weiß Renate Brunken. „Der Krieg befindet sich jetzt in einer akuten Phase, die Krankenhäuser sind voll mit Verwundeten. Und viele Tiere sind in der Ukraine heimatlos geworden. Es ist einfach verrückt. Sie alle brauchen Hilfe“, betont sie.

Renate Brunken und Bettina Schild sammeln alles, was zum einen die Ukrainerinnen und Ukrainer und zum anderen die Tiere, wie Hunde und Katzen, zum Überleben benötigen: Kinder- und Babynahrung, Dosenfleisch, Proteinriegel, Fünf-Minuten-Terrinen, Tee, Kaffee, Tierfutter, Decken, dicke Socken, Schlafsäcke, Generatoren, Powerbanks, Thermoskannen und Medikamente insbesondere gegen Erkältungen, Verbrennungen, Erfrierungen sowie Mittel zur Hämostase (Blutstillung).


Zugleich bedanken sich die beiden Helferinnen bei dem Verein „SOS Ukraine“, „der ebenfalls einen Aufruf für unseren Transport gestartet hat“, erklärt Renate Brunken. „Wir freuen uns, das wir den Verein im Gegenzug unterstützen können, indem wir wieder viele seiner Hilfsgüter mitnehmen bei unserem Transport.“ Auch Brunken und Schild unterstützen den Verein, wenn dieser wieder Hilfsgüter für einen Transport in die Ukraine sammelt.

Hand in Hand

Diese gegenseitige Unterstützung unter den freiwilligen Helfern wird immer wichtiger. Denn wie Renate Brunken berichtet, wird es jedes Mal schwieriger, Spenden zu sammeln. Die Menschen seien des Krieges und des Leids anderer Menschen müde und nehmen mehr und mehr Abstand von diesen Problemen, so der Eindruck der Helfer.

„Es gibt Menschen, die uns seit unserer ersten Reise in die Ukraine helfen. Aktiv helfen besonders auch alte Menschen, die Krieg am eigenen Leib erfahren haben“, berichtet Renate Brunken. „Doch leider gibt es immer weniger Menschen, die bereit sind zu helfen. Wir sehen jedoch die Ukrainer, denen wir helfen, wir sehen ihre Augen, also können wir nicht aufhören. Wir haben kein Recht, müde zu sein. Wir werden weitermachen, solange wir genug Kraft haben und weiterhin unterstützt werden“, betont Renate Brunken.

Helfen mit Geld- und Sachspenden

Wer die beiden freiwilligen Helferinnen Renate Brunken und Bettina Schild mit Geld- oder Sachspenden unterstützen möchte, kann dies wie folgt tun:

Sachspenden können direkt bei Bettina Schild im Wangerland (Elisabethgroden 3c) oder bei Renate Brunken in Roffhausen (Roffhausener Landstraße 22) abgegeben werden.

Kontakt: Renate Brunken ( T  0170 / 2146062) und Bettina Schild ( T  0152 / 04629431).

Geldspenden können auf das LzO-Spendenkonto überweisen werden:

Empfänger: Blucherstiftung „Kinder in Not“

Verwendungszweck: Brunken/Schild Ukraine-Hilfe

IBAN: DE 12 2805 0100 0050 101500

Natalia Vershko
Natalia Vershko Jeversches Wochenblatt
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