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Umweltbildung damals und heute Wie sich das RUZ Schortens entwickelt hat

Annette Muschalik
1997: Kinder des Kindergartens Oestringfelde bauen eine Weidenhütte.

1997: Kinder des Kindergartens Oestringfelde bauen eine Weidenhütte.

RUZ/Archiv

Schortens - Das RUZ in Schortens ist ein vom Land Niedersachsen anerkannter außerschulischer Lernstandort – idyllisch gelegen im verträumten Klosterpark Oestringfelde. Geführt wird das Umweltzentrum von einem gemeinnützigen Trägerverein. Finanziell unterstützt durch Landkreis und Stadt, Stiftungen, Sponsoren und Mitglieder.

Die Entstehung des RUZ

Als Anfang der 1990er-Jahre in Niedersachsen Regionale Umweltbildungszentren gegründet wurden, konnte Udo Borkenstein den Gemeinderat, dem er selbst angehörte, davon überzeugen, in dem Steinhaus im Klosterpark das Regionale Umweltzentrum Schortens (RUZ) einzurichten. Er selbst war als Lehrer der IGS Wilhelmshaven bereits in der neu eingerichteten lokalen Umwelterziehung tätig.

Nach Gründung des gleichnamigen gemeinnützigen Trägervereins, dem Borkenstein 23 Jahre als Vorsitzender vorstand, wurde das RUZ am 6. August 1993 eröffnet.

Interview
Ina Rosemeyer ist  Geschäftsführerin des RUZ.

RUZ SCHORTENS Wo sich seit 30 Jahren alles rund um die Umwelt dreht

Annette Muschalik

Ziel der Regionalen Umweltzentren war und ist es, Angebote zur Umweltbildung bereitzustellen. Hierfür wurde das RUZ von Beginn an mit Lehreranrechnungsstunden vom Kultusministerium gefördert. Neben Borkenstein waren in den Anfangsjahren die Lehrkräfte Bernd-Uwe Janssen, Hartmut Müller-Mangels und Hans-Joachim Meyer zum Felde im RUZ tätig. Ebenfalls von Beginn an wurde die Arbeit von zwei Freiwilligen im ökologischen Jahr (FÖJ) unterstützt.

Zu den Projekten, die von den Mitarbeitern des RUZ umgesetzt wurden, gehörte die Anlage eines Klostergartens, der ein beliebter Anlaufpunkt für Naturliebhaber und ein wichtiges Element in der Umweltbildung wurde. Mit dem Projekt „Naturwissenschaftliche Grundbildung an Kindertagesstätten und Grundschulen“ leisteten die Mitarbeiter des RUZ 2004 Pionierarbeit in Niedersachsen, indem sie die selbst entwickelten Bildungsinhalte und die erprobten Experimente überregional bekannt machten. Die finanzielle Förderung dieses Projektes durch die EWE-Stiftung leistete zudem einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des RUZ.

Mit der Zusage von Stadt und Landkreis, die langfristige finanzielle Förderung zu übernehmen, konnte der Verein 2008 mit Ina Rosemeyer eine hauptamtliche, vollzeitbeschäftigte Mitarbeiterin einstellen.


Das RUZ heute – Für alle Bürger da

Das elfköpfige Team des RUZ betreut heute rund 400 Gruppen mit 6000 Teilnehmern im Jahr und ist für die Bürger wichtiger Ansprechpartner in Umweltfragen. Kern des pädagogischen Teams sind vier Lehrkräfte mit insgesamt 25 Stunden, zwei pädagogische Mitarbeiterinnen in Teilzeit und zwei FÖJ’ler. Vom niedersächsischen Kultusministerium als außerschulischer Lernstandort „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ anerkannt, liegt ein Schwerpunkt der Arbeit in der Organisation und Begleitung von Bildungsveranstaltungen für Kindertagesstätten und Schulen sowie für Institutionen und Privatpersonen.

Darüber hinaus erstellen die Mitarbeiter des RUZ den monatlichen Veranstaltungskalender „umwelt.aktiv“, der auf Wunsch auch per Newsletter verschickt wird und sie betreuen die Plattformen „Regio-App“ für die Lebensmittel-Direktvermarktung sowie eine Informations- und Teilhabe-Onlineplattform für ein nachhaltiges Leben unter: www.küstenwandel.de

Mit dem Repaircafé und dem „FRI-Shop“ in dem Second-Hand-Waren kostenfrei den Besitzer wechseln, ist das historische Haus im Klosterpark außerdem Anlaufstation für alle, die aktiv Ressourcen schonen und Müll vermeiden möchten. Die Finanzierung der Aufgaben wird unterstützt durch Landkreis und Stadt sowie Stiftungen, Sponsoren und Mitglieder.

Weitere Informationen unter ruz-schortens.de

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