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Flüchtlingsunterkunft in Sande 14 Parzellen in Bünting-Halle bieten etwas Privatsphäre

Sande - Die Wände stehen, der Fußboden ist verlegt, Bettgestelle und Spinde sind aufgebaut: In der Klaus-Bünting-Halle geht es auf die Zielgerade. Seit Juli haben die Sportler hier keinen Platz mehr, denn die Halle wird zur Sammelunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine umgebaut.

110 Menschen aus der Ukraine leben mittlerweile in Sande. „Wir suchen immer noch händeringend privaten Wohnraum, aber der Markt ist leer. Dennoch müssen wir ja weiterhin Flüchtlinge aufnehmen und angemessen unterbringen“, sagt Sebastian Janßen, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales bei der Gemeinde Sande.

Ehrenamtliche stellen Betten und Spinde auf

In der Klaus-Bünting-Halle soll es ein Mindestmaß an Privatsphäre geben, deshalb wurden 14 Parzellen von jeweils rund 20 Quadratmetern eingerichtet, die jeweils mit zwei Etagenbetten und vier Spinden ausgestattet sind. Die Ausstattungsgegenstände wurden vom zentralen Brand- und Katastrophenschutzlager in Celle gestellt, das Aufstellen haben Ehrenamtliche aus Hilfsorganisationen übernommen. Kinderbetten und Hochstühle aus Spenden hat Janßen bereits eingelagert, um die Parzellen bei Bedarf nachzurüsten.

Eigentlich sollten längst die ersten Menschen in die Halle eingezogen sein, doch der Genehmigungs- und Lieferprozess zog sich hin. Die letzten Betten sind am Montag eingetroffen, erst am Mittwochabend gab es vom Kreistag grünes Licht für das Cateringkonzept, das die Gemeinde erarbeitet hat. „Auch in diesem Ausnahmezustand muss das bekannte Vergabeverfahren eingehalten werden“, erklärt Janßen: Es müssen jeweils drei Angebote vorgelegt werden.

Caterer muss noch Personal einstellen

Bezogen werden können die Parzellen erst, wenn der Caterer das „Go“ gibt. Denn der wurde natürlich erst am Donnerstag – nach der Beschlussfassung durch den Kreistag – beauftragt. Nun muss er Personal einstellen und einen Raum in der Bünting-Halle so ausstatten, dass dort täglich eine geordnete Essensausgabe stattfinden kann.


Zwischenzeitlich werden dann wohl auch Matratzen, Bettwäsche und Handtücher geliefert worden sein. Außerdem sollen die Parzellen noch Vorhänge erhalten. Ein vorgeschriebener spezieller Stoff wurde gespendet, das Nähen erfolgt ehrenamtlich.

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