Sande - „Noch ist nichts entschieden“, sagt Bürgermeister und Kandidat Stephan Eiklenborg. „Das Rennen ist völlig offen“, meint auch Annika Ramke, die erste Bürgermeisterin in Sande werden und Eiklenborg ablösen will. Am Sonntag, 26. September, kommt es zur Stichwahl zwischen den beiden. Parallel zur Bundestagswahl sind die Bürger der Gemeinde Sande zur Bürgermeisterwahl aufgerufen.
In der Vorrunde ausgeschieden sind der parteilose Einzelbewerber Herbert Clemens und der von der CDU nominierte Hans-Joachim Vogt. Beide rangierten unter „ferner liefen“ und erzielten Ergebnisse von lediglich 9,07 (Clemens) und 13,07 Prozent (Vogt). Die SPD-Kandidatin Annika Ramke (35,86 Prozent) hat vor allem in den Außenbezirken überzeugt. In Cäciliengroden, in Mariensiel und Gödens, aber auch in Sanderbusch lag sie mal knapp und mal klar vor Eiklenborg. Das beste Ergebnis holte sie mit 41,74 Prozent in Mariensiel, aber auch in Cäciliengroden schnitt sie gut ab, obwohl sich dort ausgerechnet die beiden ausgeschiedenen Mitbewerber am vehementesten für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses positioniert hatten. Offensichtlich war das DGH doch nicht das entscheidende Wahlkampfthema dort.
Stephan Eiklenborg hat seine Wähler vor allem im Hauptort: In Sande, in Neufeld I und II, wo er mit 48,14 Prozent der Stimmen sein bestes Ergebnis erzielte, und in Neustadtgödens machte die Mehrheit ihr Kreuz beim Amtsinhaber. Bei den Briefwählern lag der Bürgermeister sogar über zehn Prozentpunkte vor seiner Herausforderin.
Spannend wird, wie die gut 22 Prozent der Wähler, die sich in der ersten Runde für Vogt oder Clemens entschieden haben, nun bei der Stichwahl ihre Stimmen neu verteilen. Kann die SPD ihren Absturz bei der Gemeinderatswahl mit einer SPD-Bürgermeisterin noch in einen Sieg ummünzen? Oder gelingt es Eiklenborg, seine Nicht-Wähler von sich zu überzeugen? Nun geht’s darum, wer bis zum 26. September die entscheidenden Punkte macht.
