Sande/Cäciliengroden - Der Bauausschuss hat jetzt den Weg frei gemacht für den „Hybriden Energiepark Sande“. Bei der öffentlichen Auslegung der Pläne sind nach den Worten des Planers Rolf Bottenbruch (Thalen Consult, Neuenburg) keine gravierenden Stellungnahmen eingegangen. Das heißt: „An der Planung ändert sich nichts.“
Der Fachausschuss sprach sich jetzt für die Änderung des Flächennutzungsplans aus. Der endgültige Beschluss fällt am 22. Dezember im Rat.
Lediglich Reemt Borchers (CDU) stimmte dagegen. Der Landwirt hatte sich schon in der Vergangenheit dagegen ausgesprochen, dass wertvolle Flächen durch Photovoltaik (PV) der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen werden. Aus ökologischer Sicht sei eine PV-Anlage auf extensiv genutztem Grund wertvoller als landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen, entgegnete Bottenbruch.
Zum Hintergrund: Maximilian Graf von Wedel will den Windpark Sande um eine Photovoltaik-Anlage erweitern. Dieser hybride Park soll in einer ebenfalls geplanten Elektrolyse grünen Wasserstoff erzeugen. Den Baubeginn plant von Wedel für Anfang nächsten Jahres. 2024 soll der Energiepark ans Netz gehen. Nach der Flächennutzungsplan-Änderung müssen nun aber zunächst konkrete Bebauungspläne vorgelegt werden. Weiteres Thema im Ausschuss waren die Wasserschäden im Sportlergebäude des Wilhelm-Krökel-Platzes in Cäciliengroden. Diese sollen zügig beseitigt werden. Dafür hat sich der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss einstimmig ausgesprochen. Die endgültige Zustimmung des Verwaltungsausschusses darf als sicher angenommen werden.
Rund 100 000 Euro sind für die Sanierung veranschlagt. Im Kern geht es um eine Kompletterneuerung der Duschräume. Wie es sein könne, dass die Schäden ein derartiges Ausmaß angenommen hätten, fragte Madeleine Zaage (Grüne). Von Silikon-Fugen beispielsweise sei doch bekannt, dass sie nach gewisser Zeit erneuert werden müssten. Hätte die Gemeinde nicht rascher handeln müssen?
„Die Schäden waren da, bevor man sie sehen konnte“, antwortete Bürgermeister Stephan Eiklenborg (parteilos). Und die (bereits behobenen) Probleme mit der Abwasser- und der Regenwasserleitung seien erst durch aufwendige Untersuchungen ans Licht gekommen, berichtet Klaus Oltmann von der Gemeinde.
