Sande - Noch immer gibt es coronabedingt sehr viele offene Fragen bezüglich der neuen Saison in der Eishockey-Regionalliga Nord. Wann und unter welchen Auflagen dürfen die Eishallen öffnen? Kann die Spielzeit 2020/2021 trotz der behördlichen Auflagen tatsächlich Anfang Oktober beginnen? Oder reicht auch die auf der Ligatagung im Mai beschlossene Frist bis zum 20. November nicht aus, um grünes Licht für den Einlass von Zuschauern zu bekommen?
Wenig Optimismus
Fakt ist: In letzterem Fall würde die neue Saison komplett ausfallen. „Und ganz ehrlich – wirklich optimistisch bin ich zurzeit eher nicht“, erklärt Sandes Sportlicher Leiter Nick Hurbanek. So sei zum Beispiel noch völlig unklar, wann und unter welchen Vorgaben seitens des Landkreises Friesland die Eishalle in Sande für den öffentlichen Freizeitbereich geöffnet werden darf. Bis dahin geht auch für die Jadehaie auf dem Eis gar nichts.
„So langsam nervt es, in der Warteschleife festzuhängen“, sagt Hurbanek: „Immerhin würde dem Verein beim Ausfall der kompletten Saison kein großer finanzieller Schaden entstehen. Für den Hallenbetreiber wäre es allerdings sehr ärgerlich, wenn er so lange nicht öffnen dürfte.“
Derweil haben die Verantwortlichen des ECW Sande personell erste Nägel mit Köpfen gemacht. So werden einige Spieler aus dem Kader der abgebrochenen Vorsaison nicht mehr für die Jadehaie auflaufen. Neben dem langjährigen Kapitän Nick Hurbanek, der seine Karriere bereits im April aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen beendet hatte, sind dies Lubomir Sivak (Karriereende), Viktors Jasjonis (Riga), Sergey Tichshenko (Leipzig) und Franz Bastron (beruflich bedingt). Noch nicht abschließend geklärt ist laut Hurbanek der Verbleib von ECW-Goalie Karlis Zakrevskis, Christoph Josch sowie von Christian und Ludwig Synowiec.
Rückkehrer aus Bremerhaven
Die bislang einzige Neuverpflichtung kommt von der Weser. So kehrt in Sebastian Sobczak ein alter Bekannter vom REV Bremerhaven an die Jade zurück. Der Stürmer gehörte bereits in der Saison 2018/2019 zum Kader von ECW-Coach Sergey Yashin und will nun wieder gemeinsam mit seinem Bruder Dominik auflaufen – wenn es die Covid-19-Pandemie denn zulässt.
„Weitere personelle Planungen stehen bei uns zurzeit hinten an“, betont Hurbanek: „Erst einmal muss endlich geklärt werden, ob in der Eishockey-Regionalliga in dieser Saison überhaupt ein Spielbetrieb hinzukriegen ist.“
