Sande - Die Gemeinde will an der Kreisstraße 99 – zwischen Twister-Kreisel und A 29 – ein Gewerbegebiet erschließen. Nach Eiklenborgs Worten geht es um eine bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche von mehr als zehn Hektar. Sie könnte über die Huntestraße erschlossen werden, die in das vorhandene kleine Gewerbegebiet mit Freizeitmobile von der Kammer und dem Motorradhandel American Twins führt.
„Wir sind guter Dinge, dass das klappt“, sagte Eiklenborg im Anschluss an die Bauausschusssitzung, in der er (in nicht öffentlicher Sitzung) den Sachstand erläutert hatte. Die Gemeinde werde jetzt Kaufverhandlungen beginnen.
Plan ändern
Bis diese neuen Flächen zur Verfügung stehen – vorausgesetzt, die Kauf-Verhandlungen sind erfolgreich –, dauert es aber noch. Zunächst muss der Flächennutzungsplan geändert werden, denn das fragliche Areal ist bislang nicht als potenzielles Gewerbegebiet ausgewiesen.
Thema im Bauausschuss war auch der Antrag der SPD-Fraktion auf eine Bürgerbeteiligung am geplanten „Hybriden Energiepark“ aus Windenergie und Photovoltaik der Schloss-Gödens-Gruppe. Einwohner sollten sich in Form festverzinslicher Sparbriefe an dem Energiepark beteiligen können – wie vor Jahren beim Windpark, meint die SPD.
Akzeptanz erhöhen
Das würde die Akzeptanz für dieses Vorhaben deutlich erhöhen, sagte Ruth Bohlke. Das sehen die anderen Fraktionen genauso. Laut einstimmiger Beschlussempfehlung des Bauausschusses soll die Gemeinde nun Verhandlungen mit Maximilian Graf von Wedel über eine finanzielle Beteiligung von Einwohnern aufnehmen.
Ob es dazu kommt und wenn ja in welcher Form ist jedoch völlig offen. Von Wedel hatte angekündigt, o,2 Cent je Kilowattstunde in eine Stiftung einzubringen. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sieht diese Möglichkeit vor. Das ergäbe etwa 20 000 Euro pro Jahr, hieß im Ausschuss.
Nach den Worten von Nadine Stamer von der Gemeinde will von Wedel jedoch entweder eine Stiftung oder eine Sparbrief-Lösung – und nicht beides.
