Sande - Fast könnte man sagen, dass in Sande neue Senioren-Wohnanlagen wie Pilze aus dem Boden schießen. Gleich drei Vorhaben sind aktuell im Bau beziehungsweise „in der Pipeline“.
Um mit Letzterem anzufangen: Die Pflegebutler GmbH (Friedeburg) plant auf dem Gelände Hauptstraße 3 – unmittelbar neben der Müller & Egerer-Filiale am Verkehrskreisel „Sander Ei“ – den viergeschossigen „Wohnpark Sande“ mit 56 Apartments für Betreutes Wohnen und 62 Tagespflegeplätzen.
Das Baugenehmigungsverfahren läuft, teilte Pflegebutler-Geschäftsführer Heinz Beek- mann mit. Der Baubeginn stehe noch nicht fest. Als Eröffnungstermin werde der 1. April 2024 angepeilt.
Seit einigen Wochen im Bau ist die „Seniorenresidenz“ der Convivo Life GmbH (Berlin) an der Bahnhofstraße. Dort, wo früher ein kleines, landwirtschaftliches Anwesen stand, entsteht ein Pflegeheim mit 85 Zimmern und 92 Plätzen für die stationäre und für die Kurzzeitpflege. Das Investitionsvolumen beträgt 25 Millionen Euro, teilte das Unternehmen MBN (Georgsmarienhütte) mit, das die Seniorenresidenz als Generalunternehmen im Auftrag der Convivo erstellt. Die Fertigstellung ist laut MBN für das erste Quartal 2024 geplant.
Der Eröffnung nähert sich indessen die Senioren-Wohnanlage des ambulanten Pflegedienstes Dumke (Sande/Wilhelmshaven) an der Dollstraße. Auf dem 1900 Quadratmeter großen Grundstück entstehen zwei miteinander verbundene, zweigeschossige Neubauten mit je zwölf Wohnungen.
„Die Gemeinschaftsbereiche und die jeweilige Wohnküche bilden den Mittelpunkt der Senioren-Wohngemeinschaften“, sagt Nikolai Dumke. Die Eröffnung sei für Januar 2023 geplant.
Ist der Bedarf an so vielen neuen Pflegeplätzen gegeben? Mit Verweis auf die demografische Entwicklung sagt Dumke ganz klar „Ja“, zumal die Baby-Boomer-Generation jetzt in das entsprechende Alter komme. Die wichtigere Frage ist jedoch, ob es genügend Fachkräfte für den Betrieb gibt. Allein in den beiden Wohngemeinschaften des Pflegedienstes Dumke entstehen knapp 30 neue Arbeitsplätze.
„Schon jetzt ist ja ein Fachkräftemangel zu beobachten“, sagt Dumke. Zwar verändere sich in der Pflege gerade einiges zum Positiven – dennoch: „Die Besetzung aller Fachkraftarbeitsplätze wird sicherlich eine große Herausforderung werden.“
