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Tischtennis in Corona-Zeiten Saisonabbruch stößt bei Friesen auf Verständnis

Andreas Lehmkuhl

Sande/Jever - Am Dienstagabend haben der Bundesverband DTTB und der niedersächsische Landesverband TTVN wie berichtet bekanntgegeben, dass die Tischtennis-Saison abgebrochen und alles wieder auf Stand 30. Juni 2020 zurückgesetzt wird. „Nicht überraschend“, findet das Frank Black. „Man hätte es doch gar nicht mehr schaffen können, die Saison zu beenden“, erklärt der Abteilungsleiter des TuS Sande. So hätte etwa in der Frauen-Landesliga zwar die zweite Mannschaft des TuS schon sieben Spiele absolviert, der SV Molbergen aber noch kein einziges.

Folgen noch unklar

Für das erste und zweite Sander Frauenteam hat der Abbruch zunächst aber keine großen Auswirkungen. Beide Mannschaften wären wohl weder im Ab- noch im Aufstiegskampf involviert gewesen. Die coronabedingten Einschränkungen und Pausen im Trainings- und Spielbetrieb allerdings könnten schon Folgen haben, befürchtet Black: „Es ist fraglich, ob nicht der ein oder andere ganz aufhört.“

Tatsächlich stehen bereits schmerzliche Abgänge fest. Schon in dieser Spielzeit hätte der TuS Personalprobleme bekommen, auch deswegen sei er froh, dass die Saison beendet ist, erklärt Sebastian Fengler. „Vor allem wäre alles andere als der Saisonabbruch aber auch unverantwortlich gewesen. Dass er kommt, war eigentlich klar. Gut dass man nun endlich Gewissheit hat“, sagt Sandes Nummer eins.

Sander Personalprobleme

Sande

Auch Thorsten Hinrichs begrüßt die Entscheidung. „Das war ja auch zu erwarten“, erklärt der Abteilungsleiter des MTV Jever. Der Jugendbereich ist vom Abbruch zwar noch ausgenommen. Dass die Jungen-Niederachsenliga, in der Jever mit 10:0 Zählern aussichtsreich im Rennen liegt, noch beendet wird, hält er für illusorisch: „Ohne die sechs Spiele, die an einem Wochenende im Oktober krankheitsbedingt ausgefallen sind, wären wir schon fast durch gewesen. Aber insgesamt sind noch zu viele Partien offen.“ Von insgesamt 91 Begegnungen sind gerade mal 41 absolviert.

Auch im Erwachsenenbereich hat der Abbruch für den MTV sportliche Konsequenzen. Die zweite Männermannschaft lag mit 12:0 Punkten in der Landesliga auf Kurs Richtung Aufstieg. Der wäre gerade für die jungen Spieler wünschenswert gewesen. Auch weil im Oberligateam in der neuen Spielzeit weniger Platz ist, wenn die Mannschaftsstärke von sechs auf vier Spieler verringert wird. Auch die beiden Frauenteams des MTV hegten Aufstiegsambitionen und hatten diese mit deutlichen Siegen untermauert.

„Das ist natürlich schon ärgerlich für uns. Aber letztlich sind das Einzelschicksale“, findet Hinrichs: „Es wird wohl keine Härtefall-Regelungen geben, das kann ich aber auch absolut verstehen.“


Hoffen auf Training

Immerhin: Der TTVN hat in seiner Mitteilung betont, er wolle sich nun voll darauf konzentrieren, die Vereine bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes zu unterstützen – eine Forderung die Hinrichs gerade vor zwei Wochen gegenüber unserer Sportredaktion gestellt hatte: „Mal schauen, ob wir den Verband beim Wort nehmen können“, erklärt der Jeveraner nun schmunzelnd.

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