Sande - „Ich bin zufrieden“, sagt Rolf Hinz mit Blick auf 90 Lebensjahre. An diesem Dienstag feiert Sandes Ehrengemeindebrandmeister Geburtstag – coronabedingt etwas merkwürdig: Weil Rolf Hinz schon immer sehr gesellig ist und etliche Ehrenämter ausfüllte, kennen ihn viele. Und so gibt es einen Besuchsplan zum Gratulieren.
Geboren mitten in Sande erlebte er kriegsbedingt sieben Schulwechsel, bevor er mit der Mittleren Reife ein Praktikum im Katasteramt antrat. Es folgte das Ingenieurstudium an der Fachhochschule Oldenburg. Weil es in Friesland keine Arbeit für ihn gab, war er zunächst bei einem Forschungsunternehmen in Hannover als Vermessungstechniker beschäftigt.
Ehefrau Elke begegnete er am Himmelfahrtstag 1953. Die mehrfache Niedersachsenmeisterin im Kunstradfahren hatte eine Darbietung im Schützenhof Jever, anschließend wurde getanzt. Musikalisch war Rolf Hinz, in der Kapelle „Immergrün“ spielte er Akkordeon und unterhielt viele Tanzvergnügen. „An dem Abend war sofort alles klar. Ich wusste, dass das die richtige Frau für mich ist.“ Vier Jahre später heiratete das Paar und lebte in seinem früheren Kinderzimmer. Später wurde das Elternhaus erweitert, so dass auch zwei Kinder Platz hatten.
Neben seiner Arbeit als Vermessungsingenieur im Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven übernahm Rolf Hinz Verantwortung in der Freiwilligen Feuerwehr, war rund 20 Jahre Ortsbrandmeister, später Gemeindebrandmeister; er war lange aktiv im TuS und kegelte im Club „Weißer Pudel“. Mit der Familie ging er Wandern, später mit seiner Frau im Wohnwagen auf Reisen. Freude bereitete beiden immer die Teilnahme an internationalen Sportfesten. Noch heute ist Rolf Hinz aktiv, besucht regelmäßig ein Studio, um fit zu bleiben.
Am meisten Freude bereitet ihm aber die Familie, zu der vier Enkelkinder gehören. Mit großer Freude erzählt er von den Erlebnissen vieler kleiner und größerer Touren.
