Sande - Parkähnlich soll der Rathausvorplatz in Sande werden. Einen ersten Eindruck, wie der Vorplatz bald aussehen könnte, vermitteln die sieben bronzenen Skulpturen, die früher vor dem Sander Bürgerhaus standen. Sie haben jetzt einen neuen Platz erhalten, der Künstler selber hat die Details vorgegeben. Schon jetzt sind die Skulpturen, ein Teil als Gruppe angeordnet, andere als Solisten, ein Blickfang auf dem kürzlich neu angelegten Weg zum Rathaus.
Als das Bürgerhaus (Grundsteinlegung 1992) fertiggestellt war, kam schnell der Wunsch nach einer Aufwertung des Eingangsbereichs auf. Unter dem Thema „Kommunikation“, denn dafür stand ja das Bürgerhaus, sollte „Kunst für den öffentlichen Raum“ entstehen, erinnert sich Klaus Oltmann von der Gemeinde Sande noch gut. Gesucht wurde ein regionaler Künstler, man fand Hartmut Wiesner aus Wilhelmshaven, er sollte das vorgegebene Thema umsetzen.
Blickrichtung festgelegt
Die Skulpturen gefallen dem Künstler auch heute noch gut und auch die Sander Bürger hätten sicher etwas vermisst, wenn die Gemeinde Sande die Kunstwerke beim Abriss des Bürgerhauses im vergangenen Jahr nicht vorher abgebaut und gesichert hätte. „Wir standen mit dem Künstler immer in engem Kontakt“, sagt Oltmann und Hartmut Wiesner selber bescheinigt der Gemeinde Sande eine sehr gute Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Heidi Schmidt vom Bauamt, Klaus Oltmann als Bürgermeister-Stellvertreter und dem Architekten Johann Boner, der die Umgestaltung des Rathausvorplatzes geplant hat, habe er die neuen Standorte für die sieben Figuren genau festgelegt, auch Details wie die Blickrichtung wurden hier beachtet.
Reale Vorbilder
Die Skulpturen zeigen reale Menschen, so ist zum Beispiel eine Frau mit Einkaufswagen zu sehen. „Da hat mir meine Mutter Modell gestanden“, verrät der Künstler. Und das kleine Mädchen mit Hund sei ein Kind in der Nachbarschaft gewesen, das den Vierbeiner des Künstlers sehr mochte.
Zwischenzeitlich haben die Bronze-Skulpturen etwas Patina angesetzt, das aber macht sie auch in den Augen des Künstlers noch interessanter. Die Sockel allerdings waren mittlerweile ziemlich marode geworden, sie wurden von einem örtlichen Steinmetz erneuert. „Ich bin rundherum zufrieden. Am neuen Standort kommen die Skulpturen endlich wieder richtig zur Geltung“, sagt Hartmut Wiesner.
